Mainz trauert um vier Drogentote

In Mainz wurde an die Drogentoten des vergangenen Jahres erinnert. Die Stadt will die Drogenhilfe stärken und analysiert dafür jetzt sogar benutzte Spritzen.

Mainz trauert um vier Drogentote

Mit einer Gedenkveranstaltung am Drogenhilfezentrum Café BALANCE hat die Stadt Mainz am Montag (21. Juli) an Menschen erinnert, die an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben sind. Das teilt die Stadt Mainz mit.

Bundesweit starben im Jahr 2025 insgesamt 2150 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums, 34 davon in Rheinland-Pfalz. In Mainz wurden im vergangenen Jahr vier solcher Todesfälle erfasst, nach acht im Jahr 2024. Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 39.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben.

„Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, mit eigener Geschichte, mit Familie und Freund:innen“, so Sozialdezernentin Jana Schmöller. „Der heutige Tag erinnert uns daran, dass Drogenhilfe nicht nur begleitet, sondern Leben retten kann. Deshalb müssen wir Hilfsangebote kontinuierlich weiterentwickeln und Menschen dort erreichen, wo sie Unterstützung brauchen.“

Gebrauchte Spritzen werden analysiert

Unter dem bundesweiten Motto „Verändern, um Leben zu retten“ will die Stadt Mainz ihre Hilfsangebote anpassen. Dazu wurde gemeinsam mit dem Institut für Rechtsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität ein Spritzenmonitoring ins Leben gerufen.

Dabei werden im Café BALANCE verwendete Spritzen auf ihre Substanzen analysiert. So können Konsumenten vor besonders gefährlichen Stoffen gewarnt werden. Gleichzeitig sollen die Methoden zur Schadensminderung an die aktuellen Konsumgewohnheiten angepasst werden.

Das Drogenhilfezentrum leistet mit seinen niedrigschwelligen Beratungsangeboten das ganze Jahr über Prävention, Schadensminimierung und konkrete Überlebenshilfe für Menschen mit Suchterkrankungen.

Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite von Café Balance.