Mainz-05-Profis beteiligen sich an spektakulärer Aktion

Die Fußball-Profis von Mainz 05 solidarisieren sich in einer Aktion des Magazins „11 Freunde“ mit homosexuellen Fußballern. In einer Stellungnahme zum Thema greift das Team zu deutlichen Worten.

Mainz-05-Profis beteiligen sich an spektakulärer Aktion

Am Mittwoch veröffentlichte das Fußballkultur-Magazin „11 Freunde“ in seiner aktuellen Ausgabe die spektakuläre Aktion „Ihr könnt auf uns zählen!“. Darin solidarisieren sich mehr als 800 deutsche Fußballer und Fußballerinnen mit homosexuellen Spielern und sichern diesen ihre Unterstützung zu. Die Profis des FSV Mainz 05 machen mit und haben eine Stellungnahme zum Thema im Magazin veröffentlichen lassen.

Darin heißt es: „Über seine Sexualität zu sprechen, ist immer eine persönliche Sache. Genauso ist der Zeitpunkt eines Coming-outs eine persönliche Entscheidung, zu der niemand gedrängt oder genötigt werden sollte…“ Aus persönlichen Gesprächen wisse die Mannschaft, dass ein offenes Leben in einer Beziehung „abseits der gesellschaftlich akzeptierten heterosexuellen Norm“ leider oft bedeute, Anfeindungen ausgesetzt zu sein.

„Jeder von uns hat bereits Diskriminierung erlebt, auf dem Platz und auch abseits davon, egal ob Homophobie, Rassismus, Sexismus oder andere Formen der Ausgrenzung… Sie alle haben eins gemein: Sie sind scheiße und müssen aufhören.“ - Mannschaft des FSV Mainz 05

Weiter heißt es: „Jeder von uns hat bereits Diskriminierung erlebt, auf dem Platz und auch abseits davon, egal ob Homophobie, Rassismus, Sexismus oder andere Formen der Ausgrenzung… Sie alle haben eins gemein: Sie sind scheiße und müssen aufhören.“ Die Vereinskultur beim FSV sei weltoffen, die Fankurve lebe schon länger eine bunte Lebenseinstellung vor. „Du bist Teil der 05-Familie, deshalb bist du ein Teil von uns. Wir stehen hinter dir, wir stehen zusammen“, erklärt die Mannschaft abschließend.

Diese Fußball-Stars machen mit

Unter den mehr als 800 Beteiligten der Aktion sind unter anderem auch Max Kruse (1. FC Union Berlin), Niklas Stark (Hertha BSC), Jonas Hector (1. FC Köln), Bakery Jatta (Hamburger SV), die Nationalspielerinnen Almuth Schult und Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) sowie ganze Mannschaften von Proficlubs.

In einer gemeinsamen Erklärung sagen die Beteiligten der Aktion „Ihr könnt auf uns zählen!“: „Auch im Jahr 2021 gibt es keinen einzigen offen homosexuellen Fußballer in den deutschen Profiligen der Männer. Die Angst, nach einem Coming-out angefeindet und ausgegrenzt zu werden und die Karriere als Profifußballer zu gefährden, ist offenbar immer noch so groß, dass schwule Fußballer glauben, ihre Sexualität verstecken zu müssen.“ Die Aktion solle niemanden zum Coming-out drängen. Jeder, der sich zu diesem Schritt entscheidet, solle sich aber der Solidarität und Unterstützung der Beteiligten sicher sein.

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