Unternehmen in Rheinhessen mit „voller Wucht“ von Corona-Krise getroffen

Konjunkturklima auf niedrigstem Wert seit Finanzkrise 2009

Unternehmen in Rheinhessen mit „voller Wucht“ von Corona-Krise getroffen

Die Corona-Krise hat Unternehmen in Rheinhessen hart getroffen. Das geht aus dem Konjunkturklimaindex der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen (IHK) hervor.

Der Index ist nach einer aktuellen Umfrage unter Rheinhessischen Unternehmern auf dem niedrigsten Wert seit der Finanzkrise 2009. Innerhalb weniger Wochen sei der Wert nach einer leichten Aufwärtsbewegung zu Jahresbeginn stark abgestürzt, teilt die IHK mit.

IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz sagt: „Schutzmaßnahmen bringen die Geschäftstätigkeit besonders in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft sowie im Gastgewerbe zum Teil vollständig zum Erliegen. Lieferketten geraten ins Stocken, Waren und Dienstleistungen werden weniger nachgefragt. Die Krise ist trotz erster Lockerungen weiterhin spürbar.“ Er fordert Nachbesserungen bei Rettungspaketen für besonders stark betroffene Branchen. „Darüber hinaus sind der Ausbau des Glasfasernetzes und weitere Impulse für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz entscheidend für die Zukunftssicherung der Wirtschaft“, so Jertz.

Lediglich 21 Prozent der Unternehmen im Zuständigkeitsbereich der IHK-Rheinhessen würden ihre Geschäftslage derzeit noch als „gut“ bezeichnen. Vor der Krise waren es noch 43 Prozent. 44 Prozent sehen ihre Situation als „befriedigend“ an (vor der Krise ebenfalls 44 Prozent). 35 Prozent sehen die Lage inzwischen als „schlecht“ an (vor der Krise 13 Prozent). Zudem geben viele Unternehmen bei der Frage nach Umsätzen deutlich schlechtere Prognosen als vor der Krise ab. Auch beim Punkt „geplante Investitionen“ fällt die Einschätzung rheinhessischer Unternehmen zurückhaltender aus. (ms)

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