Forderung: „Einzelhandel ab dem 1. März öffnen“

Unternehmen stehen „am Rand der Existenz“

Forderung: „Einzelhandel ab dem 1. März öffnen“

Wenn es nach dem Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rheinhessen Günter Jertz geht, dann sollte der Einzelhandel schon ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. In einer Mitteilung am Dienstag fordert er eine Öffnungsperspektive für die Wirtschaft.

„Jetzt sinken bundesweit die Inzidenzzahlen unter den auch von der Politik monatelang in den Raum gestellten Inzidenzwert von 50. Es wäre ein Zeichen an die Wirtschaft, wenn eine Öffnungsperspektive für den 1. März käme“, so Jertz. „Angesichts der im Ländervergleich höchsten Impfrate in Rheinland-Pfalz könnte das Land den Einzelhandel zu diesem Termin durchaus wieder öffnen.“

Das sei wichtig, weil vielen Unternehmen die Luft ausginge. Selbst die vom Bund angekündigten Corona-Hilfen könnten die durch den Lockdown verursachten Einbußen nicht mehr wettmachen. „Die oft langen Wartezeiten auf die Auszahlung bringen manche Unternehmen an den Rand der Existenz“, sagt Jertz.

Mit seinem Statement reagiert der IHK-Geschäftsführer auf eine aktuelle Aussage des rheinland-pfälzischen Justizministers Herbert Mertin. Er hatte gemahnt, dass es verfassungsrechtlich zwingend geboten sei, die Corona-Einschränkungen zu lockern, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 50 unterschritten wird. Diese Mahnung kommt für Jertz zum richtigen Zeitpunkt, da Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute mit Wirtschaftsverbänden über die aktuelle Corona-Politik spricht.

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