3 Ekel-Geschichten aus Mainz

Mäusekopf im Fertigsalat, Spinnen-Überraschung im Badezimmer und Kot-Attacke im Kaiser-Wilhelm-Ring. Hier sind drei richtig eklige Geschichten aus Mainz.

3 Ekel-Geschichten aus Mainz

Endlich ist die Zeit der Besinnlichkeit, der Ruhe und der schönen Dinge vorbei. Direkt nach Weihnachten erinnern wir Euch an drei eklige Geschichten aus Mainz.

Kopf-Salat

Böse Überraschung: Die Mainzerin Sarah fand im September 2015 in dem Fertigsalat eines Discounters etwas, das dort eigentlich nicht hineingehört: einen Mäusekopf. Weil der Discounter nicht wirklich auf ihre Beschwerde einging, machte sie den Vorfall auf Facebook öffentlich.

„Ich habe bereits darauf gekaut und ihn schließlich ausgespuckt, da mir klar wurde, dass es sich um etwas handeln musste, was im Salat nichts zu suchen hat", schrieb die Mainzerin in dem Post. Die wichtigste Frage beantwortete sie in dem Post gleich mit: „Wen es interessiert: Ein Mäusekopf schmeckt nussig.“

Spinnen-Überraschung

Eine tierische Begegnung hatte ein Bretzenheimer im November 2016, auch wenn es immerhin nicht im Salat, sondern nur im Badezimmer war. Sechs Zentimeter lang, haarig und anscheinend ziemlich gefräßig: eine Spinne, die man so in Mainz noch nicht wirklich kannte. In einer Facebook-Gruppe postete er ein Bild der Spinne. „Ach du liebe scheiße! Wuhaaaaaa“, schrieb eine Userin, „Ist die gefährlich? Ruft den Kammerjägernotdienst“, eine andere. Manche dachten sogar darüber nach, Mainz den Rücken zu kehren: „Ich denke, ich muss in eine neue Stadt ziehen.“

Doch um welche Spinne handelte es sich? Laut Rainer Michalski vom Naturschutzbund (NABU) Rheinhessen-Nahe war das Tierchen im Badezimmer wohl eine sogenannte Kräuseljagdspinne (Zoropsis spinimana). Diese mache sich nach und nach in Süddeutschland breit, erste Exemplare wurden bereits 2006 im Oberrheintal gefunden. „Funde der Art Zoropsis spinimana in Deutschland hat es in den letzten Jahren immer wieder mal gegeben.“ Auch in Mainz gebe es den Nachweis mindestens seit 2012. „Sie ist also schon länger weitgehend unbemerkt unter uns und wurde wie viele andere Arten wahrscheinlich mit Warentransporten eingeschleppt.“

Gefährlich für den Menschen sind die Spinnen aber nicht. „Ihre Beute sind Asseln, Silberfische oder andere Spinnen“, so Spinnenexperte Dr. Peter Jäger vom Frankfurter Senckenberg Naturmuseum. Und wenn ihnen mal ein Mensch in die Quere kommt? „Auch dann ist der Biss höchstens mit einem Bienenstich vergleichbar. Doch dafür müsste man den Finger schon sehr lange hinhalten.“

Kot-Attacke

War es eine gezielte Aktion? Das zumindest vermutete der Inhaber eines Geschäfts im Kaiser-Wilhelm-Ring, als er im Januar 2019 die Tür seines Ladens sah - diese war komplett mit Kot beschmiert. „Das war ganz schlimm“, sagte der Inhaber gegenüber Merkurist. Die Tür musste er selbst putzen, der Geruch hielt sich auch danach noch hartnäckig. „Das ist nicht normal.“ Von den Tätern fehlte jede Spur. (mm)

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