Gewerkschaft schlägt Alarm: Schutzmasken für Reinigungskräfte fehlen

Sicherere Schutzmasken gefordert

Gewerkschaft schlägt Alarm: Schutzmasken für Reinigungskräfte fehlen

Die Gewerkschaft IG Bau Rheinhessen-Vorderpfalz kritisiert, dass Mainzer Reinigungskräften nicht genügend kostenlose Atemschutzmasken zur Verfügung stehen. Das teilt die Gewerkschaft am Donnerstag mit.

Immer wieder komme es vor, dass Reinigungsfirmen beim Arbeitsschutz sparen würden und Beschäftigte den Mund-Nasen-Schutz aus der eigenen Tasche bezahlen müssten, so die Gewerkschaft. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gibt es rund 1400 Beschäftigte in der Mainzer Gebäudereinigung.

„Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Menschen, bei denen das Einkommen kaum für Miete und Lebensunterhalt reicht, auf den Kosten der beruflich genutzten Masken sitzen bleiben. Besonders schwer ist es für Teilzeitkräfte und Minijobber. Das muss sich schnell ändern“, sagt IG Bau-Bezirksvorsitzender Rüdiger Wunderlich.

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz zählt laut Wunderlich zu den Fürsorgepflichten des Arbeitgebers. Daran dürfe nicht gespart werden – „das Tragen einer Atemschutzmaske ist aktuell Pflicht und erst recht notwendig, wenn Beschäftigte sich am Arbeitsplatz einer erhöhten Infektionsgefahr aussetzen“.

Die IG Bau Rheinhessen-Vorderpfalz ruft die Reinigungsfirmen in der Region dazu auf, umgehend für ausreichend Atemschutzmasken zu sorgen, am besten nach dem FFP2-Standard. „Betroffene berichten davon, dass sie bislang – wenn überhaupt – nur eine einfache OP-Maske kostenlos bekommen. Wenn es nach dem Arbeitgeber geht, soll die dann mehrere Tage halten. Wer den Mundschutz mehrmals täglich wechselt, muss dafür selbst aufkommen“, sagt der Gewerkschafter.

Wichtig sei, dass die Firmen die besten Masken für die Sicherheit der Beschäftigten zur Verfügung stellen und über den richtigen Gebrauch der sogenannten Aerosol-Filter informierten. Aus Sicht der IG Bau muss für das Tragen der Atemschutzmaske der Erschwerniszuschlag im Rahmentarifvertrag gezahlt werden. „Viele Firmen verweigern diese Zulage. Wer stundenlang unter einer Maske körperlich schwer arbeitet, hat den Lohnaufschlag verdient.“

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