Oppenheimer Schülerfirma produziert Visiere aus recyceltem Plastikmüll

Schutz gegen das Coronavirus und das auch noch nachhaltig? Wie das geht, zeigt Milan von „QiTech“, der mit seiner Schülerfirma nun Visiere herstellt.

Oppenheimer Schülerfirma produziert Visiere aus recyceltem Plastikmüll

Erst waren es Handyhüllen und Schlüsselanhänger aus recyceltem Plastik, doch nun hat eine Schülerfirma aus Oppenheim die Produktion umgestellt. Milan von dem Bussche stellt nun Visiere her - und will damit Personen vor dem Coronavirus schützen.

Fast 300 Visiere täglich

Seitdem sie ihre Produktion umgestellt haben, hat sich bei „QiTech - Quite Interesting Technologies“ einiges getan. „Vor drei Wochen haben wir begonnen, mit unseren 3-D-Druckern Visiere herzustellen. Seitdem haben wir eine kleine Spritzgussanlage gebaut und können damit bis zu 300 Visiere pro Tag herstellen. Die Visiere bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Plastikmüll. In den letzten Tagen haben wir nicht nur hunderte Visiere hergestellt und gespendet, sondern dabei auch noch Kisten voller Plastik recycelt“, schreibt der Oppenheimer auf ihrer Website.

Das Besondere an den Masken: Wie auch die anderen Produkte der beiden, werden sie aus recyceltem Plastikmüll hergestellt. Um noch mehr Visiere produzieren zu können, hat Milan sich jetzt etwas einfallen lassen: Mit der „Schnell-Feuer-Methode“ kann das „QiTech“-Team nun bis zu 300 Visiere an einem Tag herstellen. Für ein Visier wird zunächst das Flaschendeckel-Granulat geschmolzen. Aus dem gewonnenen Material wird dann die Gesichtshalterung hergestellt. Der Kunststoff wird dann geschmolzen und in die Form gepresst. Die fertige Halterung wird dann noch mit einem Schutz aus einer verstärkten Laminierfolie ergänzt.

Einen Teil der fertigen Visiere haben die Schüler schon an das Deutsche Rote Kreuz Guntersblum, das Caritas Zentrum in Oppenheim, das Rote Kreuz Bodenheim und an den Ambulanten Pflegedienst in Rüsselsheim gespendet. Die Visiere produzieren die beiden ehrenamtlich.

Wer die Visiere bestellen möchte, kann das über die Website von „QiTech“ tun. (df)

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