Betreiber von „Ekel-Pizzeria“ in Mainz verurteilt

Schimmelige Wände und verdreckte Bleche: Die Betreiber eines Mainzer Pizza-Lieferdienstes standen zum wiederholten Mal wegen Hygienemängeln vor Gericht.

Betreiber von „Ekel-Pizzeria“ in Mainz verurteilt

Wegen unhaltbarer Hygienezustände in einem Mainzer Pizza-Lieferservice mussten sich zwei Geschäftsführer und ihr Küchenchef vor dem Mainzer Amtsgericht verantworten.

Wie der SWR berichtet, hatten Lebensmittelkontrolleure des Landesuntersuchungsamts den Betrieb im April des vergangenen Jahres überprüft. Dabei seien schimmelige Räume, verdreckte Pizzableche und kaputte Fliesen im Arbeitsbereich entdeckt worden – klare Verstöße gegen die Hygienevorschriften.

Für die drei Männer war es nicht der erste Prozess dieser Art. Bereits zuvor waren sie wegen ähnlicher Hygieneverstöße in demselben Lieferdienst verurteilt worden.

Geständnis und Entschuldigung vor Gericht

Vor Gericht hätten die beiden Geschäftsführer die Vorwürfe zugegeben und sich entschuldigt. Sie seien überfordert gewesen, da ihr Hauptbetrieb eine Pizzeria in Gießen sei. In Mainz seien sie nur alle paar Wochen gewesen und hätten sich auf ihren Küchenchef verlassen. Dieser habe vor Gericht zu den Vorwürfen geschwiegen, so der SWR weiter.

Alle drei Angeklagten wurden demnach erneut zu Geldstrafen verurteilt. Die Geständnisse und Entschuldigungen der Geschäftsführer habe das Gericht strafmildernd gewertet. Die Pizzeria in Mainz wurde wenige Wochen nach der Kontrolle geschlossen.

Einer der Angeklagten habe vor Gericht erklärt, die Kontrolle sei „der letzte Schubser“ gewesen, um das Geschäft endgültig abzumelden. Die Pizzeria der Verurteilten in Gießen werde aber weiterhin betrieben.