Fleischtheken in Mainzer Supermärkten: Wie steht es hier um die Maskenpflicht?

Die Maske gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Doch nicht immer halten sich alle an das Gebot. Wie sieht es bei Supermarkt-Angestellten aus, die an Lebensmittel-Theken arbeiten?

Fleischtheken in Mainzer Supermärkten: Wie steht es hier um die Maskenpflicht?

Ob im ÖPNV, im Einzelhandel oder im Supermarkt - überall gilt die Maskenpflicht. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist gleichzeitig in fast allen Fällen auch für die Angestellten der erwähnten Dienstleistungsunternehmen verpflichtend. Einige wenige Aunahmen gelten in Rheinland-Pfalz zum Beispiel bei Busfahrern oder Mitarbeitern an der Kasse, wenn sie hinter Plexiglasscheiben sitzen. Doch was ist eigentlich mit den Supermarkt-Angestellten, die in einer Frische- oder Fleischtheke arbeiten? Vereinzelt beobachten Kunden hier, dass die Maske bei den Mitarbeitern nicht immer korrekt anliegt oder sogar mal fehlen soll.

Sonderfall Rewe-Markt in Mainz

Eine große Fleischtheke bietet beispielsweise der Real-Markt in Bretzenheim. Dort teilt man auf Anfrage zu den Hygienebestimmungen mit, dass dem Unternehmen am Standort in Mainz keine maßgeblichen Verstöße seines Personals gegen geltende Hygienebestimmungen bekannt seien. Jedoch habe man das Team im Markt in Mainz noch einmal sensibilisiert. Und weiter: „An den Bedientheken müssen grundsätzlich immer dann Masken getragen werden, wenn sich dort mehr als ein/e Mitarbeiter/in aufhält.“ Im Umkehrschluss gelte daher für den Fall, dass Mitarbeiter alleine bedienen und die Abtrennungen gegenüber den Kunden ausreichend sind, dass die Maskenpflicht formal entfällt, so Real-Sprecher Markus Jablonski.

Die Supermarktkette Edeka gibt an, dass Kunden sowie Mitarbeiter, für die bezüglich der derzeit geltenden Maskenpflicht ein Ausnahmefall - zum Beispiel wegen gesundheitlicher Gründe - zutrifft, dies in der Regel durch eine ärztliche Bescheinigung glaubhaft machen müssen. „Mitarbeitende werden in diesem Fall beispielsweise gebeten, nach Möglichkeit einen einfachen Mund-Nasen-Schutz zu tragen“, erklärt ein Sprecher des Unternehmens.

Leser Sven hat nun noch ganz konkret eine Frage, die den Rewe-Markt am Augustusplatz betrifft. Dort hat er offenbar entdeckt, dass nicht alle Theken-Mitarbeiter Maske tragen. Auf Anfrage zu dem Vorfall erklärt die Leiterin der Pressestelle Region Mitte mit, dass man mit der Marktleitung vor Ort Rücksprache gehalten habe. Nach dem geschilderten Sachverhalt müsse es sich um die „Heiße Theke“ handeln. Nichtsdestotrotz arbeiteten alle Marktmitarbeiter grundsätzlich in allen Bereichen mit Mund-Nasenbedeckung. Jedoch: „Es gibt eine Ausnahme: Eine Mitarbeiterin ist mit ärztlichem Attest von der Maskenpflicht befreit.“ Das Attest sei auch im Markt hinterlegt. Möglicherweise handele es sich dabei um die Mitarbeiterin, die Leser Sven beobachtet hat.

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