Covid-19: Wie schütze ich mich vor der neuen Lungenkrankheit?

Desinfektionsspray, Schutzmaske oder einfaches Händewaschen - was genau muss ich tun, damit ich mich nicht mit Coronaviren anstecke? Merkurist hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Covid-19: Wie schütze ich mich vor der neuen Lungenkrankheit?

Das Coronavirus breitet sich aus - auch in Deutschland sind mittlerweile mehr als 70 Fälle bestätigt (Stand: 29. Februar). Doch wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

Wie Dr. Wolfgang Kohnen, stellvertretender Leiter der Abteilung für Hygiene und Infektionsprävention der Unimedizin Mainz, erklärt, hilft vor allem eines: Hygiene. „Das gilt übrigens nicht nur bei Coronaviren, sondern auch bei der ganz normalen Grippe oder anderen Infektionskrankheiten.“ Denn die Viren verbreiten sich über Tröpfcheninfektion, sie werden also über die Schleimhäute übertragen. Das kann über Niesen und Husten, aber auch über die Hände geschehen, mit denen anschließend Schleimhäute an Nase oder Augen berührt werden.

Gerade das richtige Händewaschen und -desinfizieren sei essenziell. Laut Kohnen braucht es dazu sechs Schritte:

  1. Zunächst werden die Hände befeuchtet und die Seife zwischen den Handflächen verrieben.

  2. Danach massiert man mit der Handfläche der einen den Handrücken der anderen Hand.

  3. Die Fingerzwischenräume werden durch das Ineinandergreifen von Handrücken und -fläche gereinigt.

  4. Danach greifen die Hände ineinander und und die Fingerrücken werden über den Ballen gerieben.

  5. Die Daumen werden darüber hinaus noch einmal einzeln massiert.

  6. Zum Schluss reibt man die Fingerkuppen kreisförmig in der Handfläche. Danach spült man die Hände ab und trocknet sie.

Das Ganze sollte mindestens 20 bis 30 Sekunden dauern. Als Orientierung kann man beim Händewaschen zweimal das Lied „Happy Birthday“ summen oder singen.

Kohnen empfiehlt zudem, einen gewissen Abstand zu anderen Menschen einzuhalten. „Bei mehr als einem Meter ist man vor einer Infektion relativ sicher.“ Wer niesen oder husten muss, sollte nicht die Hände vors Gesicht halten, sondern die Armbeuge oder ein Taschentuch nutzen. Das Taschentuch sollte danach sofort entsorgt werden.

Händeschütteln vermeiden

Auf Händeschütteln und Umarmungen sollte, so Kohnen, verzichtet werden, genauso wie darauf, sich ins Gesicht zu fassen. Das Bistum Mainz empfiehlt, in Gottesdiensten auf das Händeschütteln beim Friedensgruß zu verzichten. Außerdem sollte auf die Handkommunion zurückgegriffen werden. Kelch- und Mundkommunion seien nicht empfehlenswert.

Masken und Schutzkittel für die Zivilbevölkerung hält Kohnen für übertrieben. „Vor allem medizinisches Fachpersonal sollte diese Schutzvorrichtungen nutzen.“ Man müsse die Masken zudem oft wechseln, da sie ab einer gewissen Feuchtigkeit auch ein Habitat für Viren sind. „Oftmals sind die Masken auch seitlich offen - damit werden sie nutzlos“, so Kohnen abschließend. (rk)

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