Die verrückte Entführung des Mainzer Zwergpudels „Dusty“

Ein weißer Zwergpudel, ein Hundedieb und eine Seniorin, die erst in Sorge ist und dann ein Happy End erlebt. Die verrückte Geschichte von Hund „Dusty“ und seiner Besitzerin müsst ihr einfach lesen.

Die verrückte Entführung des Mainzer Zwergpudels „Dusty“

Es war für eine 85-jährige Seniorin aus Mainz Mitte Januar ein großer Schock: Ihr Zwergpudel „Dusty“ (10) lief nicht weg, er wurde gestohlen! Das meldete die Seniorin damals auch der Mainzer Polizei. Nun hat die Geschichte ein verrücktes, aber vor allem schönes Ende genommen, wie die Mainzer Polizei am Freitag mitteilt. Denn am Donnerstag ist Dusty wieder aufgetaucht und konnte inzwischen wohlbehalten an seine Besitzerin zurückgegeben werden.

An einem Januar-Tag war Dusty seiner Besitzerin gestohlen worden, als sie in einem Altstadt-Geschäft einkaufen war. Nur für einen kurzen Augenblick hatte sie ihren Dusty aus den Augen gelassen, nachdem sie ihn vor ihrem Einkauf vor dem Laden angebunden hatte. Nachdem sie Dustys Diebstahl der Polizei gemeldet hatte, liefen zunächst alle Ermittlungen der Beamten des Altstadtreviers ins Leere. Andere Hundehalter und deren Freunde suchten sogar extra im gesamten Stadtgebiet nach dem Zwergpudel. Sogar ein Spurensuchhund wurde eingesetzt, um Dusty zu finden. Einmal, so erklärt die Polizei, habe dieser am Rheinufer kurz Dustys Fährte aufgenommen. Doch dann verlor er sie wieder.

Auch als Dustys Besitzerin Fotos von ihm in der gesamten Altstadt ausgehängt hatte, kam keine Bewegung in die Sache. Nun, fast drei Monate nach seinem Verschwinden, folgte die Wende. Als Beamte der Polizei zu einem Einsatz wegen Streitigkeiten in einem Altstadt-Mehrfamilienhaus anrückten, bemerkten sie einen weißen Hund. Dass es sich dabei um Dusty handelt, war den Polizisten aber nicht sofort klar. Doch nach weiteren Ermittlungen der Polizei verdichteten sich plötzlich die Indizien.

Ihre Ermittlungen ergaben, dass ein 36-jähriger Mann als Hundedieb in Frage kommen könnte, der im selben Haus wohnt, in dem die Polizisten den weißen Hund gesehen hatten. Er ist in der Vergangenheit bereits erheblich polizeilich in Erscheinung getreten und es lag ein Haftbefehl in anderer Sache gegen ihn vor. Als die Mainzer Kriminalpolizei den 36-Jährigen dann am gestrigen Donnerstag aufsuchten, um den Haftbefehl zu vollstrecken, fanden sie Dusty in seiner Wohnung. So nahm die Geschichte noch ein glückliches Ende – zumindest für Dusty und sein Frauchen. Der Hund und seine überglückliche Besitzerin sind wieder glücklich vereint. Der 36-Jährige dagegen muss sich nun wegen einer weiteren Straftat verantworten.

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