Das aufgeheizte Schlafzimmer gegen ein kühles Hotelzimmer austauschen: Das war in den vergangenen Wochen in Mainz möglich. Zum zweiten Mal bereits konnten Mainzer bei der Aktion „Cool Summer Mainz“ ein Doppelzimmer im Hotel inklusive Frühstück für 55 Euro buchen, sobald eine Temperatur von mindestens 33 Grad vorhersagt war. Die Aktion startete am 1. Juli und endet an diesem Donnerstag, 13. August. Voraussetzung für eine Buchung war ein nachgewiesener Wohnsitz in einem der 15 Mainzer Stadtteile (wir berichteten).
„Diese Aktion war in diesem Jahr genau richtig“, sagt Marc André Glöckner gegenüber Merkurist. Er ist Geschäftsführer der Mainzplus GmbH, die diese Aktion gemeinsam mit dem Tourismusfonds Mainz e.V. durchführten. Denn im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es in diesem Juli und August besonders viele heiße Tage in Mainz, auch in der Nacht gingen die Temperaturen oft kaum runter. Mehr als 700 Buchungen verzeichnete Mainzplus in diesen Wochen, so Glöckner.
Hohe Nachfrage der Hotelaktion
„Der Run auf die Zimmer war sehr hoch“, erklärt Glöckner. Für die Mitarbeiter von Mainzplus sowie den Hotels sei die Aktion sehr aufwändig gewesen: Sie mussten die Temperatur der nächsten Tage im Blick halten und entsprechend Kontakt mit den Hotels aufnehmen. Anschließend konnten sie erst die Buchung im Portal freigeben, sobald sie das freie Kontingent der Hotels erfahren hatten.
Mitgemacht haben in diesem Jahr sieben Hotels: das Atrium Hotel Mainz, das Favorite Parkhotel, das Hilton Hotel Mainz, das ibis Mainz City, das IntercityHotel Mainz, das Leonardo Hotel Mainz und das Mercure Hotel Mainz City Center. Im vergangenen Jahr waren es noch zwei weniger gewesen. „Ich bin den Hotelbetreibern und den Mitarbeitern sehr dankbar, denn verdient haben sie mit der Aktion nichts, es war ein ‘Goodie’ für die Mainzerinnen und Mainzer“, so Glöckner.
Wie er sagt, gab es viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Zugute gekommen sei die Aktion vor allem Menschen, die im Dachgeschoss leben oder gesundheitlich angeschlagen seien. Doch es habe auch wütende Anrufe und Nachrichten gegeben, wenn kein Zimmer mehr zur Verfügung stand. „Das haben unsere Mitarbeiter dann abbekommen, das ist sehr schade“, so Glöckner.
Ob die Aktion im nächsten Jahr wiederholt werde, stehe noch nicht fest. „Wir werden erst einmal alles auswerten und dann im nächsten Jahr entscheiden, ob wir das Ganze fortsetzen“, so der Mainzplus-Geschäftsführer.