Wegen Hitze: Weitere Verschärfung für Rhein in Mainz erwartet

Die Wassertemperaturen in Rhein und Mosel steigen. Das Land ruft die erste Warnstufe aus und warnt vor Stress für Fische. Für den Rhein in Mainz wird eine weitere Verschärfung erwartet.

Wegen Hitze: Weitere Verschärfung für Rhein in Mainz erwartet

Wegen der anhaltend hohen Temperaturen in den rheinland-pfälzischen Flüssen hat das Land die erste Warnstufe ausgerufen. Das teilt das Umweltministerium mit.

„Mit den anhaltend hohen Lufttemperaturen steigen auch die Temperaturen in den Gewässern. Hohe Temperaturen können zu sinkenden Sauerstoffgehalten führen und dadurch das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören: Stress für Fische und andere Lebewesen kann dadurch ausgelöst werden“, so Umweltministerin Christine Schneider. Um die Situation im Blick zu behalten, trete nun Warnstufe 1 des „Handlungs- und Informationskonzeptes bei hohen Wassertemperaturen“ in Kraft.

Am Montag wurde im Rhein eine Tagesmitteltemperatur von 25 Grad Celsius erreicht. Aufgrund der Wettervorhersage wird erwartet, dass die Temperaturen in den Gewässern in den kommenden Tagen weiter ansteigen. Für den Rhein in Mainz könnte sogar die Marke von 27 Grad erreicht werden, was die zweite Warnstufe auslösen würde.

Das bedeutet die Warnstufe für Betriebe

Mit Ausrufung der ersten Stufe informieren die zuständigen Behörden nun alle Betriebe, die Wärme in die Flüsse einleiten. Diese Unternehmen werden aufgefordert, Maßnahmen zur Reduzierung der Wärmeeinleitung zu prüfen und umzusetzen. Dazu gehört beispielsweise die Prüfung alternativer Kühltechniken, sofern dies technisch möglich ist.

Das Landesamt für Umwelt beobachtet die Gewässersituation und stellt täglich aktuelle Messwerte zu Temperatur, Sauerstoffgehalt und Abfluss bereit. In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrfach höhere Warnstufen ausgerufen: Stufe 2 in den Jahren 2018, 2019 und 2022 sowie Stufe 3 im Jahr 2018.