Uni Mainz: Wann wird es wieder Präsenz-Veranstaltungen geben?

Können Studenten endlich wieder an die Uni? In diesem Semester wohl nicht mehr. Doch im Wintersemester soll sich das ändern.

Uni Mainz: Wann wird es wieder Präsenz-Veranstaltungen geben?

Viele Studenten sind genervt. Während Schulen, Geschäfte und Restaurants längst wieder voll sind, haben sie seit mehr als einem Jahr fast ausschließlich digitale Veranstaltungen. Präsenzveranstaltungen gibt es auch in diesem Sommersemester nur im Ausnahmefall. Dabei schreibt das die Corona-Bekämpfungsverordnung schon lange nicht mehr vor. „Präsenzveranstaltungen können unter Einhaltung der jeweiligen Hygienekonzepte stattfinden. Es gelten das Abstandsgebot, die Maskenpflicht sowie die Pflicht zur Kontakterfassung“, heißt es dort. Dennoch setzen die rheinland-pfälzischen Hochschulen weiterhin auf digitale Veranstaltungen. Wird sich das bald ändern?

Im Sommersemester, das an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität noch bis Mitte Juli geht, offensichtlich nicht. Doch im Wintersemester (ab 18. Oktober) soll sich das ändern. „Im kommenden Wintersemester bereiten sich die rheinland-pfälzischen Hochschulen wieder auf mehr Lehrformate in Präsenz vor“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landes. Dies habe die Landeshochschulpräsidentenkonferenz (LHPK) in einer Videokonferenz mit Wissenschaftsminister Clemens Hoch besprochen.

Uni noch nicht von innen gesehen

Weiter heißt es: „Der Besuch von Präsenzlehrveranstaltungen soll im kommenden Semester für Geimpfte, Getestete und Genesene, soweit es geht, wieder möglich gemacht werden. Das laufende Sommersemester wird digital zu Ende geführt.“ Eine kurzfristige Umstellung sei kurz vor Semesterschluss nicht machbar und auch nicht sinnvoll. Viele Studierende hätten sich auf ein Distanzstudium eingerichtet und seien gar nicht am Studienort anwesend.

Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz bei niedrigen 9,5. Dass das Ende Oktober immer noch so sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch sagt Wissenschaftsminister Clemens Hoch: „Die Impfquoten steigen, die Inzidenzen sinken. Dies macht weitere Öffnungen möglich. Danach sehnen sich Studierende und Hochschulbeschäftigte. Denn Studium und Lehre leben vom persönlichen Austausch. In den vergangenen drei Semestern hat die digitale Lehre gut funktioniert. Kommen wir weiterhin gut mit dem Impfen voran, können wir uns auf ein Semester mit viel mehr Präsenzanteilen freuen.“

Mit den Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten werde man in Kürze die nächsten Öffnungsschritte beraten, die in ein „weitgehend normales Wintersemester“ führen werden. Für viele Studenten ist das auch längst überfällig. Denn wie Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz und Vorsitzender der LHPK, sagt: „Wir haben viele Studierende, die sogar schon eine ganze Reihe von Prüfungen absolviert haben, ohne den Campus einmal von innen gesehen zu haben. Das kann nicht so weitergehen.“

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