Wie die Krankenhäuser Patienten bei der Hitze helfen

Die aktuellen hohen Temperaturen machen vielen Mainzern das Leben schwer. Wie die Lage in den Krankenhäusern ist und wie Ihr Euch gegen die Hitze schützen könnt.

Wie die Krankenhäuser Patienten bei der Hitze helfen

Mit 38,9 Grad hat Mainz einen neuen Hitze-Rekordwert erreicht (wir berichteten). Vielen machen die hohen Temperaturen zu schaffen, für einige sind sie sogar gesundheitsgefährdend. Das bekommen auch die Mainzer Krankenhäuser zu spüren.

Laut Universitätsmedizin Mainz kommt es in der Notaufnahme zwar zu einem erhöhten Aufkommen infolge der Hitzewelle, jedoch nicht aufgrund von Hitzschlägen oder ähnlichem. „Vielmehr kommt es im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen häufig zu einer Verschlechterung chronischer Erkrankungen durch Flüssigkeits- und Elektrolytmangel.“ Das betrifft laut der Universitätsmedizin Mainz vor allem ältere Menschen, die unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Grundsätzlich gelte für alle das oberste Gebot: viel trinken. „Sonst drohen Schwindel, Kreislaufprobleme, Übelkeit und Verwirrtheit oder auch eine schlechtere Nierenfunktion, was wiederum die Wirkung der Medikamente beeinflussen kann.“

Dabei sollte aber laut der Pflegedienstleiterin des Katholischen Klinikums Mainz (KKM), Heike Kühnemund, ein besonderes Augenmerk auf ältere Menschen gesetzt werden. Diesen müsse man häufig bei der Einnahme von Flüssigkeiten helfen. Deshalb würde das Personal einen Fokus auf einen optimalen Flüssigkeitshaushalt legen. In der Universitätsmedizin werde zudem bei Hitzschlag oder Hitzeerschöpfung mittels Kühlung der Körperoberfläche durch kühle Infusionen oder durch den Aufenthalt in klimatisierten Räumen den Symptomen entgegengewirkt.

Tipps gegen die Hitze

Viel trinken sei auf jeden Fall sehr wichtig. „Allerdings weder zu süß noch zu kalt“, wie die Universitätsmedizin Mainz mitteilt. Empfohlen werden außer Wasser und warmem Tee auch Saftschorlen oder isotonische Getränke, um einen konstanten Elektrolytgehalt zu gewährleisten. Außerdem soll man körperliche Anstrengung in der prallen Sonne, vor allem „während der Mittagshitze“, vermeiden.

Des Weiteren rät Heike Kühnemund vom KKM zu regelmäßigen Pausen bei der Arbeit. Wenn man die Sonne jedoch nicht vermeiden kann, sollte man laut Universitätsmedizin Mainz sich mit Sonnenschutzmittel eincremen und eine Sonnenbrille sowie Kopfbedeckungen tragen. Aber auch eine Kugel Eis hilft laut Kühnemund. So wurden in dem Krankenhaus in der Oberstadt rund 1100 Kugeln Eis verteilt. (df)

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