Waldbrandgefahr in Mainz?

Sonnenschein, Hitze und Trockenheit - das erwartet Mainz in den kommenden Wochen. Doch mit der Trockenheit steigt auch das Risiko eines Waldbrands. Ob das in den nächsten Wochen stark erhöht ist und was man im Wald beachten muss.

Waldbrandgefahr in Mainz?

Bis zu 41 Grad - das ist die Wetterprognose für Ende Juni (wir berichteten). Auch in den kommenden Monaten ist mit erhöhten Temperaturen zu rechnen. Doch mit Hitze und Trockenheit steigen die Risiken für Mensch und Umwelt. Ein Risiko ist die Waldbrandgefahr - aber ist mit einer erhöhten Waldbrandgefahr zu rechnen? Und was gibt es zu beachten?

Trockene Wälder und hohe Temperaturen

„Die Waldbrandgefahr ist wegen der großen Hitze und vor allem Trockenheit stark erhöht“, sagt Revierförster Stefan Dorschel vom Forstrevier Lenneberg. In den kommenden Wochen sei Vorsicht geboten. Bislang habe es regelmäßig geregnet - aber: „Die Wasservorräte in den Böden sind durch die letztjährige lang anhaltende Trockenheit auf einem geringeren Stand als im letzten Jahr um dieselbe Zeit.“ Im Vergleich zu vergangenem Jahr sei die Waldbrandgefahr daher viel höher.

Worauf sollte man achten?

Die Polizei Mainz rät dazu im Wald und in der Nähe von Gebüschen keine glühenden Gegenstände, wie beispielsweise Zigaretten und Grillkohle, wegzuwerfen. „Man sollte auch keine Zigarettenkippen oder Asche aus dem fahrenden Auto werfen“, so Revierförster Stefan Dorschel. „Rauchen ist im Wald auch ganzjährig verboten.“ Zudem sollte man Grillen und offenes Feuer im Wald und in Waldnähe vermeiden - das gelte auch auf Privatgrundstücken.

Die Polizei Mainz weist außerdem auf die Brandgefahr durch Fahrzeuge hin. Autos könnten durch heiße Katalysatoren und die Hitze des Auspuffs Brände verursachen, die sich auf die nähere Umgebung ausbreiten könnten. Dorschel rät dazu, Autos nur auf geschotterten Parkplätzen abzustellen und nicht über Gras oder Laub zu fahren. Ein weiteres Brandrisiko berge hinterlassener Müll im Wald. Vor allem Glas- und Plastikflaschen sollten nicht im Wald weggeworfen werden.

„Wer Raucher im Wald sieht, sollte sie ansprechen und höflich darum bitten, das zu unterlassen“, so Dorschel. „Wer Feuer oder Rauch im Wald sieht oder riecht, sollte lieber einmal zu viel die Feuerwehr (112) alarmieren als einmal zu wenig beziehungsweise zu spät.“ (df)

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