Platz in Mainzer Altstadt soll nach Betty Schott von Braunrasch benannt werden

Die FDP will einen Platz in der Mainzer Altstadt nach Betty Schott von Braunrasch benennen. Sie war eine bedeutende Stifterin und soll als Frau im Stadtbild sichtbarer werden.

Platz in Mainzer Altstadt soll nach Betty Schott von Braunrasch benannt werden

Ein Platz in der Mainzer Altstadt an der Ecke Gaustraße und Stefansberg soll einen neuen Namen bekommen. Die FDP-Fraktion im Ortsbeirat Altstadt hat beantragt, den Platz nach der Mainzer Persönlichkeit Betty Schott von Braunrasch zu benennen.

Der Vorschlag wird im Zusammenhang mit der geplanten Neugestaltung und Entsiegelung des Platzes gemacht, die der Ortsbeirat bereits im Juni beschlossen hatte. Laut dem Antrag der FDP sollen durch die Benennung keine postalischen Adressen geändert werden. Die Entscheidung über den Antrag soll in der Sitzung des Ortsbeirats am 2. September fallen.

Wer war Betty Schott von Braunrasch?

Betty Schott von Braunrasch (1820-1875) war eine Bürgerin, deren Wirken stärker öffentlich anerkannt werden sollte, so die FDP. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie 1874 die Schott-Braunrasch’sche Stiftung, die ein ständiges Orchester in Mainz finanzierte. Zudem war sie von 1870 bis 1875 Präsidentin der Alice-Schwesternschaft Mainz.

Zum Vermögen der Stiftung zählte auch der Schottenhof in der Gaustraße 18, an dem heute noch ein Porträtmedaillon an sie erinnert. Die Benennung des nahegelegenen Platzes würde dessen Aufenthaltsqualität und historische Identität stärken, argumentiert die FDP. Außerdem sei die Ehrung ein wichtiges Zeichen für eine geschlechtergerechte Erinnerungskultur, da weibliche Persönlichkeiten im Mainzer Straßenbild unterrepräsentiert seien.