Polizei warnt vor „bettelnden Personen“ und „reisenden Handwerkern“

Ehepaar um Bargeld in fünfstelliger Höhe betrogen

Polizei warnt vor „bettelnden Personen“ und „reisenden Handwerkern“

Bargeld in fünfstelliger Höhe, eine Sammlung mit Goldmünzen sowie zahlreiche Schmuckgegenstände haben am Mittwochabend zwei Männer von einem älteren Ehepaar in der Mainzer Neustadt erbeutet. Das meldet die Mainzer Polizei.

Mit dem Vorwand einen Wasserschaden in der darüber liegenden Wohnung beheben zu wollen, verschafften sich die zwei Männer Zutritt zu der Wohnung in der Boppstraße. Im Schlafzimmer des Ehepaars öffneten sie dann einen Tresor, um ihn zu demontieren. Hierbei gelang es den Tätern offensichtlich, den Inhalt unbemerkt zu entwenden.

Weiterhin entwendeten sie eine EC-Karte und weiteres Bargeld aus einem anderen Raum der Wohnung. Erst nachdem die vermeintlichen Handwerker die Wohnung verlassen hatten, stellte das 84 und 85 Jahre alte Ehepaar den Diebstahl fest. Bei den Tätern handelte es sich um zwei große Männer. Beide sprachen akzentfreies Deutsch.

Im Zusammenhang mit diesem Verbrechen warnt die Polizei nun auch vor „reisenden Handwerkern“ sowie „bettelnden Personen“. Die Handwerker bieten an der Haustür Fassaden-, Hof- oder Dachreinigungen oder Reparaturen an und nutzen gerade jetzt den Trend zum „Frühjahrsputz“ aus. Die Arbeiten werden meist sofort erledigt. Die Bezahlung erfolgt immer in bar. In der Folge stellen die Auftraggeber meist fest, dass die Arbeiten nicht fachgerecht und minderwertig oder stark überteuert ausgeführt wurden. Gewährleistungsansprüche sind mangels Erreichbarkeit nicht durchsetzbar.

Bei den „bettelnden Personen“ handelt es sich meist um Gruppen, die aus zwei bis drei Personen bestehen, an Haustüren klingeln und Geld verlangen. Dabei zeigen sie oftmals Bilder von hungernden Kindern oder von angeblich kriegsversehrten Personen. Zuletzt sind sie insbesondere in den Stadtteilen Hechtsheim und Weisenau sowie in Klein-Winternheim aufgefallen.

Zur Unterstützung ihrer Forderung knien die Personen nieder. Die Geschichten können meist nicht verifiziert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass durch diese Aktionen, Ablenkungen der Hausbewohner erreicht werden sollen und möglicherweise weitere Personen sich Zugang zum Haus verschaffen und Wertgegenstände entwenden, ist gegeben, erklärt die Polizei.

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