Zehn Personen bei Großbrand verletzt

Arbeiter im Keller und Obergeschoss eingeschlossen

Zehn Personen bei Großbrand verletzt

Beim Kellerbrand an der Baustelle „Wohnquartier Hildegardis“ sind am Dienstag zehn Personen verletzt worden. Das meldet die Mainzer Feuerwehr.

Mitarbeiter der Baustelle wählten gegen 12 Uhr den Notruf. Als die Feuerwehr eintraf, drang dichter Rauch aus dem Eingangsbereich und aus Fenstern des sechsgeschossigen Mehrfamilienrohbaus. Vor Ort berichteten die Mitarbeiter, dass im Keller noch zwei Kollegen arbeiteten, als das Feuer ausbrach. Diese zwei Kollegen wurden seither vermisst.

Die Feuerwehrleute entdeckten zudem drei Bauarbeiter auf einem noch unfertigen Balkon in der sechsten Etage. Ihr Fluchtweg durch das Treppenhaus war wegen des Brandrauchs abgeschnitten und sie flüchteten ins oberste Stockwerk. Während drei Trupps unter Atemschutz in den Keller vordrangen, ging ein weiterer Trupp zu den drei Eingeschlossenen ins Obergeschoss. Sie wurden mit Brandfluchthauben durch das verrauchte Gebäude ins Freie gebracht.

Unter dem Wohnhaus erstreckte sich das Kellergeschoss über drei Ebenen, wo die Feuerwehr nach Personen suchte. Die zwei vermissten Kollegen konnten schon auf dem ersten Kellerabsatz im Untergeschoss gefunden und nach draußen geführt werden. Sie hatten eine Menge Rauchgas eingeatmet und wurden vom Rettungsdienst behandelt. Fünf Bauarbeiter konnten sich selbst aus dem Wohnhaus ins Freie retten. Auch sie mussten sich wegen einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst behandeln lassen.

Während der Personenrettung löschte ein Trupp den Brand. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache in einem Elektrokabelbündel ausgebrochen und hatte auf einen Starkstromverteiler und auf Dämmmaterial übergegriffen. Die brennenden Styroporplatten erzeugten eine riesige Menge an Rauch, der sich ungehindert im ganzen Gebäude ausbreiten konnte.

Gegen 14:45 Uhr verließen die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle. Die Berufsfeuerwehr wurde von den Freiwilligen Feuerwehren Bretzenheim und Hechtsheim unterstützt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr noch keine Aussage treffen.

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