Ausgelassene Stimmung trotz Sturmtiefs am Rosenmontag

Die Mainzer Fastnacht hat mit dem Rosenmontagszug ihren Höhepunkt 2019 erreicht. Trotz starken Winds und Regens bejubelten die Narren die Motivwagen, die durch die Straßen zogen.

Ausgelassene Stimmung trotz Sturmtiefs am Rosenmontag

Begleitet von kräftigem Wind und „Helau“-Rufen ist am Montag mit wenigen Minuten Verspätung der Mainzer Rosenmontagszug gestartet. Da die Feuerwehr und die Polizei kurzfristig die Strecke abfuhren und auf möglicherweise herabfallende Äste überprüften, verzögerte sich der Beginn (wir berichteten). Der Stimmung der Mainzer Narren schadete das aber nicht: Rund 450.000 Besucher standen entlang der sieben Kilometer langen Zugstrecke und tanzten zu den Party- und Fastnachtshits, die von den Wagen herabschallten.

Erst am Sonntag hatte der Mainzer Carneval-Verein (MCV) mitgeteilt, dass der Umzug trotz der schlechten Wetterprognose stattfinden würde (wir berichteten). Aus Sicherheitsgründen legten die Veranstalter Einschränkungen fest: Auf große Fahnen und Schilder sollten die Vereine verzichten, ebenso auf Pferde. Standbetreiber und Techniker erhielten zudem Anweisungen, sämtliche Buden, Tribünen, Zelte und Banner entsprechend windfest anzuspannen.

Am Montag selbst zeigte sich trotz starken Winds und Regens zwischendurch auch die Sonne. Der Karneval-Club Kastel (KCK) hatte sich wegen der Wetterprognose auf seinem Wagen mit Regencapes gewappnet. Abgesehen von den fehlenden Fahnen gab es jedoch keine weiteren Einschränkungen, so der KCK gegenüber Merkurist.

Allen Wagen voran fuhr der rote Doppeldecker-Bus des MCV. In großen Buchstaben ist auf ihm das Motto der diesjährigen Fastnachtskampagne zu lesen: „Der Gardisten bunte Pracht erfreut ganz Meenz an Fassenacht“. Auf die Zugspitze folgten Garden, Vereine und die Umzugswagen. Auf einem sitzt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einem alten, schlappen Esel, auf einem anderen versucht die Queen, vor dem Brexit zu fliehen.

Um 14 Uhr gab Zugmarschall Markus Perabo eine erste Bilanz zum Rosenmontagszug: „Es war voll, es waren sonnige Abschnitte, es waren windige Abschnitte. Aber generell muss ich sagen, war es gut besucht. An einigen Stellen war es etwas lichter als die Jahre zuvor.“ Auch Polizei-Pressesprecher Rinaldo Roberto zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. „Wir haben schon deutlich über 100 Jugendliche kontrolliert, haben auch schon ein paar Liter Alkohol sichergestellt beziehungsweise entsorgt.“ Außerdem habe es eine Auseinandersetzung in der Emmerich-Josef-Straße gegeben, bei der die Polizei sieben Platzverweise erteilen musste. „Ansonsten sind wir bisher sehr zufrieden“, so Roberto.

(mm)

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