Mainzerin gründet Portal zur Hochzeitsplanung

Ob Deko, Brautkleid oder Fotograf - wer heiraten will, hat vorab viel zu organisieren. Mit ihrem Online-Portal will eine Mainzerin jetzt die Planung vereinfachen und setzt dabei auch auf Nachhaltigkeit. Was dahinter steckt, erfahrt Ihr hier.

Mainzerin gründet Portal zur Hochzeitsplanung

Die Planung einer Hochzeit ist für die meisten Paare sehr stressig und nimmt viel Zeit in Anspruch. An diesem großen Tag soll schließlich alles perfekt sein. Mit dem Online-Portal Weddista möchte die gebürtige Mainzerin, Katharina Bergmann, nun heiratswilligen Paaren die Organisation erleichtern. Weddista ist ein Portal, das alles rund um Hochzeiten bietet. Hochzeitspaare können darüber Dienstleister kontaktieren und Artikel für die Hochzeit kaufen. Eine direkte Buchung ist nicht möglich, da man den Dienstleister in vielen Fällen vorher erst kennenlernen möchte“, sagt Bergmann.

Das Konzept

Weddista sei eine Mischung aus Branchenbuch und Online-Shop für Hochzeiten. Ob Hochzeitsplaner, Musiker, Fotografen und Hochzeitsredner oder diverse Anbieter von individuellen Produkten, wie Dekorationen, Karten und personalisierte Ringkissen - in unterschiedlichen Kategorien des Portals können Hochzeitspaare Preise vergleichen, einkaufen und Dienstleister beauftragen. „Man findet eben nicht das Typische, wie bei anderen Onlinehändlern. Dadurch wird es einfach individueller und persönlicher, was bei Hochzeiten auch wichtig ist“, sagt Bergmann.

Zu wenige Informationen seien zudem ein verbreitetes Problem anderer Online-Portale. Das mache die Auswahl der Dienstleister schwierig, weil die Paare vor der Kontaktaufnahme kaum etwas über die Anbieter wüssten. „Man schreibt so viele Dienstleister an. Dann bekommt man eine Rückmeldung und ist vielleicht enttäuscht, wenn man merkt, dass das überhaupt nicht ins Budget reinpasst“, so Bergmann. Weddista stelle einige grundlegende und finanzielle Informationen bereit, um Hochzeitspaaren die Auswahl zu erleichtern. „Die Fülle an Informationen über die Anbieter, die den Paaren vor der Kontaktaufnahme schon zur Verfügung stehen ist hier besonders. Das macht die Kontakte für die Dienstleister natürlich hochwertiger. Kontakte, die über die Seite zustande kommen, sind eben schon sehr konkret.“

So dient die Webseite als Marktplatz für alles, was zur Planung und Gestaltung einer Hochzeit dazugehört. „Das ist auch das große Alleinstellungsmerkmal, dass beides vereint ist. Das ist bei anderen Hochzeitsportalen nicht so“, so Katharina Bergmann. Daneben gebe es unterschiedliche Geschenkideen für Hochzeitsgäste und einige Artikel für den Junggesellenabschied.

Das Thema „Nachhaltigkeit“

Ein weiteres Angebot für Hochzeitspaare sei der „Second-Hand-Markt“. Damit habe alles angefangen. „Mir gefällt der Trend zur Sharing Economy. Sonst kauft man viele Dinge und weiß danach einfach nicht mehr, was man damit tun soll“, sagt Bergmann. Auch nach Hochzeiten landeten viele Dinge im Keller oder im Müll. „Das schadet dem Geldbeutel und der Umwelt.“ Über das Portal könnten ehemalige Brautpaare gebrauchte Artikel online verkaufen und anderen Hochzeitspaaren damit helfen.

Die Nutzung des Second-Hand-Shops als Anbieter sei dabei nicht anders als bei anderen Online-Marktplätzen auch: „Man erstellt sich ein Profil und sucht sich eine Kategorie aus, zum Beispiel Hochzeitsdekoration. Dann kann man Bilder hochladen, beschreiben und dazu angeben, ob es abgeholt werden soll oder die Artikel versendet werden. Man stellt einen Preis ein und kann über ein Kontaktformular oder über Telefon (je nach Wunsch) kontaktiert werden“, so Katharina Bergmann. Das Inserat sei dann zunächst 60 Tage online. Diese Zeit könne verlängert werden. Je nach Verkaufspreis und Zeitraum werde aber eine sogenannte „Einstellgebühr“ erhoben.

Fokus liegt auf dem Rhein-Main-Gebiet

Die Seite ist seit November 2018 online. Die Idee zu Weddista habe die 30-Jährige bereits 2014 gehabt. Im letzten Jahr habe sie ihren Job im Vertrieb aufgegeben, um das Online-Portal zu betreiben. Doch erst jetzt habe sich ein gewisses Angebot an Dienstleistern und Artikeln angesammelt. „Am Anfang war noch nicht so viel los, weil die ganzen Produkte nicht von mir hergestellt werden, sondern von ganz vielen kleinen Manufakturen und Designern kommen. Einige Sachen können sogar personalisiert werden, was derjenige, der es produziert, viel besser kann“, so Katharina Bergmann.

Angefangen habe alles in Mainz. Die Dienstleister, die anfangs auf der Webseite vertreten waren, seien Bekannte von ihr gewesen, so Katharina Bergmann. Danach habe sie einige Dienstleister im Internet entdeckt. Nach und nach seien Anbieter auch auf sie zugekommen. „Ich komme aus Mainz, wohne in Mainz und da wollte ich natürlich auch hier anfangen. Jetzt sind auch Anbieter dabei, die nicht aus der Region sind“, sagt Bergmann. Momentan liege der Fokus noch auf Mainz und dem Rhein-Main-Gebiet. Andere Gebiete in Deutschland will die ehemalige VWL-Studentin aber nicht ausschließen: „Da alles noch im Wachstum ist, kann ich leider noch nicht zu jeder Kategorie eine Auswahl bieten. Um das zu ändern konzentriere ich mich erstmal weiterhin auf das Rhein-Main-Gebiet.“ (df)

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