Lkw mit Feuerwerk auf A60: Hunderte ignorieren Sperrung bei Mainz

Ein mit Feuerwerk beladener Lkw blieb am Donnerstag auf der A60 bei Mainz liegen. Hunderte Autofahrer ignorierten die Sperrung und gefährdeten Polizisten. Nun drohen ihnen hohe Strafen.

Lkw mit Feuerwerk auf A60: Hunderte ignorieren Sperrung bei Mainz

Ein Polizeieinsatz auf der A60 bei Mainz hat am Donnerstag das massive Fehlverhalten zahlreicher Autofahrer offenbart. Das meldet die Verkehrsdirektion Mainz.

Gegen 11 Uhr war ein Sattelzug auf der A60 in Fahrtrichtung Bingen auf Höhe der Anschlussstelle Hechtsheim-Ost liegengeblieben. Der Grund war ein technischer Defekt: Eine Bremse am Auflieger hatte blockiert und war heiß gelaufen.

Da der Lkw Feuerwerkskörper geladen hatte, handelte es sich um einen Gefahrgut-Transport. Beamte sicherten die Stelle vor dem Hechtsheimer Tunnel weiträumig ab. So sollten die Bremsen gefahrlos abkühlen können, bevor eine Reparatur möglich war. Für die Sicherung sperrte die Polizei drei der vier Fahrstreifen. Die Sperrung wurde über mehrere elektronische Schilderbrücken mit roten Kreuzen als Dauerlichtzeichen angezeigt. Zusätzlich stand ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht hinter dem Pannen-Lkw.

Hunderte ignorieren Sperrung und gefährden Polizisten

Trotz der deutlichen Kennzeichnung ignorierten mehrere Hundert Autofahrer das Durchfahrtsverbot und befuhren die gesperrten Spuren. In einigen Fällen gefährdeten sie dabei die Polizisten, die im Bereich des Lastwagens arbeiteten.

Wie die Polizei mitteilt, wurden die gesamten Verkehrsvorgänge lückenlos dokumentiert. Dafür werden die Videoaufnahmen aus dem Streifenwagen sowie die Kameras des Hechtsheimer Tunnels ausgewertet. Auch wenn die Auswertung aufgrund der hohen Anzahl an Verstößen dauern wird, soll jede einzelne Tat verfolgt werden.

Fahrern, die einen mit einem roten Kreuz gesperrten Fahrstreifen befahren, drohen ein Bußgeld von 90 Euro und ein Punkt in Flensburg. Wurden dabei Beamte gefährdet, erhöht sich die Strafe auf 200 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. Die Polizei appelliert eindringlich, solche Dauerlichtzeichen strikt zu befolgen, da sie dem Schutz von Menschenleben dienen.