Neues Poké-Bowl-Restaurant in der Neustadt

Die Gastronomie in der Neustadt bekommt Zuwachs: „Nanami Poké“ eröffnet in der Kurfürstenstraße. Was eine Poké-Bowl ist und was außerdem noch angeboten wird, erfahrt Ihr hier.

Neues Poké-Bowl-Restaurant in der Neustadt

Schon seit 2016 gibt es das „An o ban“ in der Mainzer Neustadt. Das vietnamesische Restaurant in der Wallaustraße hat sich erfolgreich etabliert und auch seine Ladenfläche mittlerweile verdoppelt. Jetzt bringt das Inhaber-Trio Melanie Asal, Duc Anh Le und Gia Hoai Nam Le bereits sein zweites Projekt an den Start: „Nanami Poké“ eröffnet am kommenden Montag (25. Mai) in der Kurfürstenstraße 49.

In den Räumen befand sich vorher der „Unverpackt“-Laden. Nach dessen Umzug ins Bleichenviertel haben Asal und die Brüder Le die Räume übernommen und eröffnen jetzt das „Nanami“, übersetzt: „Die sieben Weltmeere“. Dort werden Poké-Bowls, Sushi-Sandwiches und frische Smoothies angeboten. Doch was ist eigentlich eine Poké-Bowl?

Gemüse trifft Fisch

Bei Poké handelt es sich um ein hawaiianisches Nationalgericht, das durch Elemente der japanischen Küche erweitert wurde. Die Hauptzutat ist frischer Fisch, der mit Reis, selbstgemachten Saucen und verschiedenen Gemüsesorten serviert wird. Angerichtet wird alles in einer Schale („Bowl“). „Nanami“ bietet vier „Signature-Bowls“ an, deren Zutaten sich jeweils an einem asiatischen Land orientieren; außerdem kann man nach eigenem Geschmack eine Bowl aus diversen Zutaten zusammenstellen lassen. Zusätzlich werden „Onigirazu“ (sushi-ähnliche Sandwiches), frische Smoothies und hausgemachter Eistee angeboten. Sowohl bei den Poké-Bowls als auch bei den Sushi-Sandwiches kann man zwischen fleischhaltigen, vegetarischen und veganen Alternativen wählen. Eine Signature-Bowl kostet rund 13 Euro, ein Sandwich 6 Euro.

Erster Poké-Laden in Mainz

Die Bowls werden in Mainz zwar auch in anderen Restaurants angeboten, bisher existierte jedoch kein Lokal mit explizitem Fokus darauf. Darauf sind die Inhaber stolz: „Wir sind der erste Poké-Laden in Mainz“, so Duc Anh Le. Generell ist das Gericht in anderen Ländern wie den USA schon weit verbreitet, in Deutschland sei es gerade erst richtig im Kommen. Im Laden gibt es ein paar Sitzplätze, der Fokus liegt laut Asal aber auf dem To Go-Geschäft. „Durch die vielen frischen Zutaten sind die Bowls und Onigirazu zum Beispiel perfekt für die Mittagspause geeignet, weil beides recht leichte Gerichte sind“, erklärt sie. Beim To Go-Geschirr und -Besteck achtet man, so Le, auf nachhaltige Materialien: „Die Bowl-Behälter bestehen aus Kraftpapier, die Trinkbecher aus recyceltem Plastik. Zusätzlich verzichten wir auf Plastik-Strohhalme.“

„Soft Opening“ wegen Corona

Durch die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen wird das „Nanami“ seine Produkte vorerst nur To Go anbieten. Bei der Bestellung am Fenster sind Kunden und Mitarbeiter durch eine Plexiglas-Scheibe geschützt. Asal erzählt: „Auf eine große Eröffnungsparty müssen wir leider verzichten, deshalb wird es am Montag eher ein Soft Opening. Trotzdem freuen wir uns natürlich sehr, dass es endlich losgeht.“

Generell habe die Corona-Pandemie die Renovierungsarbeiten und die Eröffnung verzögert - letztere hätte ursprünglich schon Ende März stattfinden sollen. Wie viele andere Mainzer Gastronomen hatte es das Trio in den vergangenen Wochen nicht leicht. Dazu sagt Le: „Unser Street-Food-Stand im alten Postlager blieb und bleibt vorerst geschlossen, und auch ums ‘An o ban’ mussten wir kämpfen.“ Die fehlende Planungssicherheit und die jederzeit drohende komplette Ausgangssperre habe den Gastronomen zu schaffen gemacht. Trotz aller Widrigkeiten geht das „Nanami“ am Montag um 12 Uhr an den Start. Gia Hoai Nam Le sagt: „Wir freuen uns darauf, mit unseren frischen und gesunden Bowls einen Beitrag zur Vielfältigkeit der Neustadt-Gastronomie zu leisten.“

Das „Nanami Poké“ hat von Montag bis Samstag von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Infos findet Ihr hier und hier. (rk)

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