Kritik der Grünen: Was wird aus der Hundewiese in Mainz-Bretzenheim?

Eine neue Hundewiese für Mainz-Bretzenheim ist in Sicht. Doch die Grünen-Fraktion kritisiert das Vorgehen der Stadt.

Kritik der Grünen: Was wird aus der Hundewiese in Mainz-Bretzenheim?

Seit 2025 sucht die Stadt Mainz nach geeigneten Flächen für eine Hundewiese. Nun scheint ein passender Ort gefunden: ein Grundstück an der Hinkelsteinerstraße in Bretzenheim. Doch der Prozess sorgt für Kritik seitens der Grünen-Fraktion im Stadtrat, die in einer Anfrage Aufklärung forderte. Die Stadtverwaltung hat dazu nun Stellung bezogen.

Grüne kritisieren mangelnde Transparenz

Auslöser für die Anfrage der Grünen war ein Pressebericht, demzufolge die Fläche in Bretzenheim bereits feststehe und ein Betreiberverein in Gründung sei. Die Fraktion wollte daraufhin wissen, warum der Stadtrat nicht wie ursprünglich beschlossen über die geprüften Flächen informiert wurde, bevor offenbar eine Zusage gemacht wurde. „Weshalb wurde nun offenbar eine Fläche bereits zugesagt, bevor der Stadtrat beziehungsweise die zuständigen Ausschüsse hierzu konsultiert wurden?“, heißt es in der Anfrage. Zudem äußerten die Grünen Bedenken wegen des Lärmschutzes, da sich das Grundstück in der Nähe von Wohnhäusern am Roten Weg befindet.

Stadtverwaltung weist Vorwürfe zurück

Die Mainzer Beigeordnete Manuela Matz (CDU) weist die Kritik in ihrer Antwort zurück. Demnach sei keine verbindliche Zusage erfolgt. Die Gespräche mit dem potenziellen Betreiberverein hätten lediglich dazu gedient, konzeptionelle Fragen zu klären und ein Nutzungskonzept zu erarbeiten. Eine endgültige Entscheidung über eine Verpachtung werde ohnehin von den städtischen Gremien getroffen.

Laut Stadtverwaltung wurden insgesamt acht Standorte im Stadtgebiet geprüft. Außer Flächen in Drais, Mombach oder am Layenhof sei am Ende nur das Grundstück in Bretzenheim als geeignet eingestuft worden. Andere Flächen seien wegen bestehender Nutzungen, ihrer Größe oder fehlender Verfügbarkeit nicht infrage gekommen.

Auch die Bedenken bezüglich des Lärms teilt die Verwaltung nicht. Die Fläche sei in Abstimmung mit mehreren Fachämtern geprüft worden. Da das Areal in einem Bebauungsplan als „Sondergebiet Dauerkleingärten“ ausgewiesen ist, wurde die Nutzung als Hundewiese als grundsätzlich unbedenklich eingestuft. Konkrete Auflagen, etwa zu den Öffnungszeiten, könnten aber noch folgen, sobald das endgültige Nutzungskonzept des Betreibers vorliegt.