Museum schließt: Mainzer Gutenberg-Museum erhält Teile von Darmstädter Sammlung

Das Haus für Industriekultur in Darmstadt wird aufgelöst. Teile der wertvollen Sammlung ziehen wohl bald nach Mainz um.

Museum schließt: Mainzer Gutenberg-Museum erhält Teile von Darmstädter Sammlung

Das Haus für Industriekultur in Darmstadt wird in seiner bisherigen Form aufgelöst. Die Sammlung des seit fast drei Jahren geschlossenen Druckmuseums wird aufgeteilt und geht zu Teilen an das Gutenberg-Museum in Mainz und das Klingspor-Museum in Offenbach. Das bestätigt das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden gegenüber dem Darmstädter Echo.

Ministeriumssprecherin Kerstin Scheidecker teilte der Zeitung gegenüber mit, dass sich das Land Hessen in Gesprächen mit den beiden Museen befinde, „deren Expertise für das Thema Druckkunst unbestritten sein dürfte“. Man wolle eine langfristige und „optimale Zukunft“ für die Sammlungsbestände finden. So sollen sie vor allem wieder öffentlich zugänglich werden. Ob Teile der Sammlung in Darmstadt bleiben, sei noch unklar.

Die Darmstädter Sammlung umfasst rund 50 historische Druck- und Setzmaschinen, eine der letzten erhaltenen Schriftgießereien Europas sowie mehr als 3000 Handsatzkästen. Das Land Hessen hatte das Museum 2001 erworben und es als Außenstelle des Landesmuseums Darmstadt betrieben. Im November 2023 wurde es geschlossen, weil Gebäudeteile abzustürzen drohten. Die Fassade ist bereits seit 13 Jahren eingerüstet, was das Land bisher 399.166 Euro gekostet habe.