HDW schließt Ende Oktober

Ende Oktober wird Pächter Hans-Joachim Stuhlmiller den Betrieb im Mainzer Haus des Deutschen Weines (HDW) einstellen. Die Zukunft des Restaurants ist unklar. Womöglich wird das Gebäude verkauft.

HDW schließt Ende Oktober

Seit fast 30 Jahren betreibt Hans-Joachim Stuhlmiller das Haus des Deutschen Weines (HDW) am Gutenbergplatz. In etwas mehr als einem Monat wird er das Restaurant aufgeben. Zum 31. Oktober endet der Pachtvertrag mit der Mainzer Wohnbau - dann ist für Stuhlmiller Schluss.

Wie er gegenüber der Allgemeinen Zeitung (AZ) erklärte, habe ihm die Wohnbau eine Verlängerung des Vertrages angeboten. Da in naher Zukunft aber „enorme Investitionen“ im Lokal anstünden, wolle er sich nun aus dem HDW zurückziehen. „Die Technik hier stammt teilweise noch von unseren Vorgängern“, so Stuhlmiller gegenüber der AZ. Auch müsse das gastronomische Konzept des HDWs den neuen Trends angepasst werden. „Wäre ich nicht 62 Jahre, sondern 40 Jahre alt, wäre diese Entscheidung vielleicht anders ausgefallen“, erklärte er gegenüber der AZ.

Den 50 Mitarbeitern des Lokals habe Stuhlmiller die Entscheidung schon vor längerer Zeit mitgeteilt. Ansonsten stehe das Lokal auf einem gesunden Fundament: „Das Lokal läuft gut, der Laden ist gesund.“ Hans-Joachim Stuhlmiller war für eine Stellungnahme für Merkurist nicht zu erreichen.

Das sagt die Mainzer Wohnbau

Wie Wohnbau-Sprecherin Claudia Giese gegenüber Merkurist erklärt, soll das HDW auch weiterhin als Gastronomie-Betrieb genutzt werden. Dabei soll der Fokus wieder auf deutschen Weinen liegen, um damit Mainz als Mitglied der ‘Great Wine Capitals’ zu repräsentieren. Laut Giese lägen der Wohnbau dazu bereits einige Konzepte vor. „Nach der Einigung über die möglichen baulichen und wirtschaftlichen Bedingungen, wird über das Pachtverhältnis entschieden.“

Wie lange die Wohnbau allerdings noch Eigentümer des Gebäudes bleibt, ist unklar. Laut Giese soll das Gebäude nämlich verkauft werden. „Auch hier gibt es bereits Angebote und weitere Gebote wurden angekündigt“, sagt sie. Die Wohnbau werde auch weiterhin „nach Wirtschaftlichkeit“ entscheiden. Eine konkrete Zeitvorgabe in Sachen Verkauf gäbe es aber nicht. (df)

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