Neubau: Die etwas andere WG

In Weisenau ist eine sozial geförderte WG für Senioren entstanden. Am Freitag wurde der Neubau präsentiert.

Neubau: Die etwas andere WG

Unter einer Wohngemeinschaft (WG) stellen sich viele Menschen eigentlich junge Studenten vor, die sich einen Wohnraum teilen, politische Diskussionen in der Küche führen und wilde WG-Partys feiern. Im Haus am Römerberg in Weisenau dürfte das WG-Leben allerdings etwas anders ablaufen: Denn statt junger Studenten sollen hier in Kürze Senioren zusammen leben - in Sozialwohnungen.

Am Freitag (12. Februar) stellte der „Haus am Römerberg“-Geschäftsführer Karim Elkhawaga seinen neuen Bau in der Laubenheimer Straße vor. Für das 6,35 Millionen Euro schwere Projekt habe er sich eigentlich eine größere und feierlichere Eröffnung vorgestellt, die Corona-Pandemie mache es jedoch nicht möglich, sagte er vor Pressevertretern sowie Finanzministerin Doris Ahnen (SPD), dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und Ulrich Dexheimer, dem Sprecher des Vorstandes der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz.

Wohneinheiten bereits vergeben

In Nachbarschaft zum Altbau des Hauses am Römerberg ist in den vergangenen Jahren ein Neubau mit 20 Zwei-Zimmerwohnungen, zwei Ein-Zimmerwohnungen und zwei Wohngemeinschaften für jeweils zwölf Menschen entstanden. Die Zimmergrößen variieren dabei zwischen 32 und 62 Quadratmetern. Ausgestattet sind die Wohnungen und Räume mit Fußbodenheizung und elektrischen Rollläden - zudem sind alle Wohnungen rollstuhlgerecht und Bäder großzügig ausgelegt. Im Erdgeschoss befindet sich eine große Gemeinschaftsküche - typisch WG eben. Die günstigen Senioren-Wohneinheiten scheinen gut anzukommen, denn sie sind bereits alle vermietet. Anfang März sollen die neuen Bewohner einziehen.

Das Zusammenleben sei ein wichtiger Aspekt im „Haus am Römerberg“, so Elkhawaga. Schließlich sollen im Neubau Senioren aller Religionen, sexueller Orientierung oder Herkunft ein gemeinsames Zuhause finden. Der Weisenauer Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) zeigte sich in einer schriftlichen Grußbotschaft erfreut über den Neubau: „Seit der Schließung der Pflegestation in diesem Haus noch unter städtischer Trägerschaft gab es keine derartigen Pfegeangebote mehr hier im Stadtteil.“ Diese Situation verändere sich nun zum Besseren.

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