Bauarbeiten für Fahrradparkhaus beginnen

Lange wurde geplant, jetzt beginnen die Bauarbeiten: Am Hauptbahnhof West soll das erste Mainzer Fahrradparkhaus entstehen.

Bauarbeiten für Fahrradparkhaus beginnen

Eigentlich war schon Mitte der Neunzigerjahre geplant, ein Fahrradparkhaus am Mainzer Hauptbahnhof zu errichten. Ende Mai 2019 nimmt die fast 25 Jahre alte Idee nun Form an. Dann nämlich beginnen die Bauarbeiten unter der Hochbrücke am Hauptbahnhof West. Am Montag stellten Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) sowie Stadtplanungsamtsleiter Axel Strobach das Konzept für das Fahrradparkhaus vor.

Insgesamt sind knapp 1000 Stellplätze geplant, darunter Radboxen und Stellplätze für Sonderräder wie beispielsweise E-Bikes. Wer das rund zwei Millionen Euro teure Parkhaus führen wird, ist derzeit noch unklar. Die Stadt Mainz sucht in einer Ausschreibung nach einem geeigneten Betreiber. Bis zum Jahresende sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Eröffnung ist für Anfang 2020 vorgesehen. Diese Zeit brauche der Betreiber zur Organisation, so Eder.

Größtenteils kostenlose Stellplätze

Das Fahrradparkhaus soll über einen gesicherten Zugang auf Höhe des Eingangs zum Hauptbahnhof West erreichbar sein und rund um die Uhr von einem Sicherheitsdienst bewacht werden, diese Vorgabe hatte die Stadt in ihrer Ausschreibung verankert. Auch deshalb wird es direkt am Eingang des Parkhauses eine Servicestation geben. „Zum einen hat das dortige Personal einen Blick auf ein- und ausgehende Nutzerinnen und Nutzer, zum anderen kann es durch regelmäßige Begehungen des Fahrradparkhauses für ein zusätzliches Sicherheitsgefühl sorgen“, erklärt die Stadt Mainz in einer Pressemitteilung.

Knapp 30 Prozent der Parkhausfläche sollen als kostenpflichtige Abstellfläche genutzt werden. Auf den anderen 70 Prozent sind kostenfreie Plätze vorgesehen. „Uns war es wichtig, bei der Erstellung des Konzepts auch mit Verkehrsverbänden wie beispielsweise dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) zu sprechen“, sagte Katrin Eder am Montag.

Das Fahrradparkhaus soll allerdings nicht nur einen praktischen Nutzen für Radfahrer haben. „Damit der Raum unter der Hochbrücke keine negativen Assoziationen mehr hervorruft, die Aufenthaltsqualität gesteigert werden kann und das Fahrradparkhaus selbst nutzungsfreundlich gestaltet ist, muss auch die Fassade hell und möglichst transparent erscheinen“, so die Stadt Mainz.

Auch das Problem sogenannter Schrotträder könnte durch das neue Parkhaus besser gelöst werden, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt. Herrenlose Fahrräder könnten in einem Teil des Parkhauses vorübergehend gesammelt und abgestellt werden. „Da verlassene Fahrräder aus juristischer Sicht als Eigentum zählen, gestaltet sich die Entfernung der Räder aufwendig“, so die Stadt. Betroffene Räder müssen zunächst eine Zeit lang eingelagert werden, bevor sie verschrottet werden. „Dies kann nun durch die zur Verfügung stehende Fläche im Fahrradparkhaus und dessen räumliche Nähe auf ein absolutes Minimum beschränkt werden.“ (mr)

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