Profifußballer als Impf-Vorbilder? OB Ebling: „Klappe halten und schämen“

Oberbürgermeister übt scharfe Kritik

Profifußballer als Impf-Vorbilder? OB Ebling: „Klappe halten und schämen“

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) hat Gedanken über eine frühzeitige Impfung von Profisportlern hart kritisiert. „Ich finde es beschämend, dass es im Bereich des Profifußballs welche gibt, die sich vergleichen wollen mit den pflegenden Berufen, mit den medizinischen Berufen oder mit den Erzieherberufen“, sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit dem Radiosender RPR1.

Auf welchen Vorstoß oder Vergleich er damit abzielte, sagte er nicht. Vermutlich bezog sich Ebling dabei jedoch auf Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge, dem Vorstandsvorsitzenden der FC Bayern München AG. Rummenigge hatte in dieser Woche gegenüber „Sport1“ vorgeschlagen, dass Fußballprofis bei der Impfung gegen das Coronavirus vorangehen könnten: „Wir wollen uns überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Lässt sich beispielsweise ein Spieler von Bayern München impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung.“

„Da sollen sich diese Multimillionäre einfach mal zurückhalten und die Klappe halten und sich in die Ecke stellen und schämen“, schimpfte der Oberbürgermeister weiter. „Das wäre für unsere Nation hilfreich.“

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