Wie verändert die Corona-Krise die Mainzer Innenstadt?

Was wird aus der Mainzer Innenstadt, wenn die Corona-Krise eines Tages überwunden ist? Das haben wir Citymanager Dominique Liggins und Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) gefragt.

Wie verändert die Corona-Krise die Mainzer Innenstadt?

Auch wenn die Mainzer Innenstadt in den vergangenen Wochen wieder belebter war, die Corona-Krise wird deutliche Spuren bei Händlern und Gastronomen hinterlassen. 2020 werde voraussichtlich „das Jahr mit dem stärksten Wirtschaftsrückgang in der Geschichte des Einzelhandels seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, kürzlich gegenüber der Deutschen Presse Agentur. Doch welche Auswirkungen wird die Krise letztlich auf die Mainzer Innenstadt haben? Und wie könnte sie am Ende der Krise aussehen?

Citymanager Dominique Liggins sagt: „Corona hat unser Leben verändert, schon heute.“ Wie massiv die Auswirkungen der Corona-Krise tatsächlich sind, könne man erstmals gegen Jahresende seriös bewerten, denn dann beenden viele Unternehmer ihr Geschäftsjahr. „Erst dann werden sie für sich entscheiden können, ob sie durchhalten können oder nicht. Viele Unternehmer haben ihre Lager immer noch voll mit Waren, die verkauft werden müssen“, sagt Liggins.

Und wie stellt sich Liggins die Innenstadt in Zukunft vor? Er sagt: „Ich möchte aus der Innenstadt keine Mall machen, aber der Erlebnisfaktor und die Aufenthaltsqualität spielen für mich eine ganz große Rolle.“ Zentrale Fragen für Kunden seien zum Beispiel: „Was kann ich in Mainz erleben? Was für ein kulturelles Angebot haben wir? Was für ein Angebot haben wir im Einzelhandel und in der Gastronomie? Und was für ein Vergnügungsangebot haben wir?“ Auch wenn Liggins eine Mall-Innenstadt ablehnt, lernen könne man aus dem Konzept der Einkaufszentren durchaus etwas. „In großen Malls wird ein leerstehendes Geschäft niemals einfach so dastehen – es wird von außen beklebt, es gibt Showrooms, Pop-ups und ähnliche Dinge. Darum müssen wir uns auch für die Mainzer Innenstadt bemühen.“

Das sagt die Wirtschaftsdezernentin

Auch die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) hat sich bereits Gedanken zur Innenstadt der Zukunft gemacht. Sie sagt: „„Ich wünsche mir ein breit aufgestelltes Sortiment, auch in der Gastronomie. Jeder soll in Mainz das finden, was er sucht.“ Weitere, junge, hippe Läden würden der Stadt gut tun, eine größere Jung-Szene wäre laut Matz „schön“. Chancen sieht die Dezernentin zudem im Karstadt-Areal: „Auch in der Entwicklung des Karstadt-Areals steckt viel Potenzial – es ist eine schöne Mischung: Gastronomie, Hotel, kulturelle Nutzung, Handel. Das hat eine große Anziehungskraft.“

Wie stellt Ihr Euch die Mainzer Innenstadt der Zukunft vor? Was muss sich ändern? Und was sollte unbedingt erhalten bleiben? Postet Eure Meinung in die Kommentare! (df)

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