Nach Real-Aus: Droht dem Gutenberg-Center nun der Kahlschlag?

Tristesse im Gutenberg-Center: Nach dem Aus von Real hat inzwischen rund die Hälfte der Geschäfte vor Ort geschlossen. Nachfolger Kaufland baut die Marktfläche aktuell komplett um. Doch wie geht es in Zukunft weiter?

Nach Real-Aus: Droht dem Gutenberg-Center nun der Kahlschlag?

Vor etwas mehr als zwei Monaten hat der Real-Markt in Bretzenheim geschlossen. Zum 1. Juli übernahm dann die Supermarktkette Kaufland den Standort im Gutenberg-Center (wir berichteten). Einen fließenden Übergang gab es dabei allerdings nicht. Denn „aufgrund umfangreicher baulicher Maßnahmen bleibt der Lebensmittelmarkt für mehrere Monate geschlossen“, teilte Kaufland schon kurz vor der offiziellen Übernahme mit. Der neue Markt soll möglicherweise dann noch knapp vor Weihnachten eröffnen.

Aktuell gibt es also keinen großen Einkaufsmarkt in der Haifa-Allee. Bretzenheimer und Marienborner müssen nun auf die umliegenden Anbieter ausweichen. Einige machen sich zudem auch „Sorgen“ um die noch im Gutenberg-Center verbliebenen Geschäfte. Denn nach dem Real-Aus hat sich die Anzahl der Läden vor Ort schon um rund 50 Prozent reduziert - und dies liegt möglicherweise nicht nur an der fehlenden wirtschaftlichen Perspektive der jeweiligen Unternehmen.

Halbes Center leer

Schon kurz nach der Kaufland-Übernahme kamen Gerüchte auf, wonach die Supermarktkette Ladeninhaber, die mit ihren Geschäften auf der selben Seite wie der zukünftige Einkaufsmarkt liegen, dazu drängt, das Center im Zuge der Sanierungsarbeiten zu verlassen. Auch von Entschädigungszahlungen war in diesem Zusammenhang zu hören. Offiziell teilte Kaufland damals jedenfalls mit, dass die technische Bewertung der Immobilie ergeben habe, dass der Fußboden der Verkaufsfläche komplett saniert werden muss. „Diese Arbeiten können nicht bei laufendem Betrieb durchgeführt werden.“

Jedoch hieß es damals auch, dass von der Schließung nur die Verkaufsräume der künftigen Kaufland-Filiale betroffen seien. Die anderen Geschäfte im Gutenberg-Center wären demnach nicht betroffen. Inzwischen ist jedoch klar, dass es ganz anders kam. Auf der Center-Seite des gerade im Umbau befindlichen Markts gibt es aktuell kein einziges Geschäft mehr.

Wie es hier in Zukunft weitergehen soll, ist völlig unklar. Kaufland selbst hält sich bei dem Thema komplett bedeckt. „Derzeit laufen noch die Verhandlungen mit den einzelnen Mietern. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir aktuell noch keine endgültige Aussage darüber treffen können, wie die konkrete Aufteilung beziehungsweise der finale Mieterbesatz sein wird“, teilt eine Sprecherin des Unternehmens auf Merkurist-Anfrage mit. Auch zu einem konkreten Eröffnungstermin kann Kaufland keine Angaben machen.

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