Es wird teurer: Viele Unternehmen werden ihre Preise erhöhen

Die Inflationsrate soll auf vier Prozent steigen, hinzu kommen Lieferengpässe und Rohstoffknappheit. Auch in Mainz und Rheinhessen müsst ihr euch auf höhere Preise einstellen.

Es wird teurer: Viele Unternehmen werden ihre Preise erhöhen

Zahlreiche Unternehmen planen, ihre Preise anzuheben. Das ergab eine Umfrage des „ifo“-Instituts für Wirtschaftsforschung. „Die Unternehmen geben die gestiegenen Kosten für Energie sowie bei der Beschaffung von Vorprodukten und Handelswaren an ihre Kunden weiter. Das wird bis auf die Verbraucherpreise durchschlagen“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der „ifo“-Konjunkturprognosen.

Das Institut prognostiziert bereits jetzt für das Jahr 2022 eine Inflationsrate von vier Prozent. Im Dezember noch sei man davon ausgegangen, dass die Lebenshaltungskosten um 3,3 Prozent ansteigen werden. Vor allem seien Preissteigerungen im Groß- und Einzelhandel zu erwarten. Auch Industrie, Dienstleister und Baugewerbe erwarten höhere Preise. Prinzipiell seien aber alle Wirtschaftszweige betroffen.

Preisanstiege „im erheblichen Umfang“

So müssen auch die Mainzer mit höheren Kosten rechnen. 52 Prozent der rheinhessischen Unternehmen kündigen Preisanstiege „in einem erheblichen Umfang“ an, ergab eine aktuelle Befragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rheinhessen. Grund seien vor allem Lieferengpässe und Rohstoffknappheit. Auch müssten sie lange auf bestellte Produkte warten, vieles sei gar nicht verfügbar. Daher melden 66 Prozent der Unternehmen Ertragseinbußen oder steigende Kosten. Etliche Unternehmen könnten bestehende Aufträge gar nicht abarbeiten. Ein Drittel der Betriebe rechnet erst im zweiten Halbjahr damit, dass die Versorgung mit relevanten Rohstoffen besser wird, 22 Prozent sogar erst im nächsten Jahr.

„Die Omikron-Variante und Herausforderungen wie Lieferengpässe, Preissteigerungen und Fachkräftemangel bremsen den erhofften Aufschwung“, heißt es bei der IHK-Rheinhessen. „Das war leider nur ein kurzes Aufatmen im Herbst“, so IHK-Präsident Peter Hähner. Im Oktober erst hatten die rheinhessischen Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft geblickt, da viele Auflagen weggefallen und die Impfungen fortgeschritten waren.

„Jetzt sind die erhofften Öffnungsschritte wieder ins Stocken geraten, es gibt noch immer keine Planungssicherheit – dabei brauchen die Betriebe endlich eine verlässliche Perspektive aus der Krise“, so Hähner. „Bestehende Regeln sollten so angepasst werden, dass alle Beteiligten auch die Chance haben, ihr Handeln danach auszurichten“, ergänzt IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz. Darunter zähle auch ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen, etwa bei den 2G-Regelungen. Mehrere Bundesländer, darunter auch Hessen, haben inzwischen die Corona-Regeln im Einzelhandel abgeschafft. Stattdessen müssen dort nun alle Kunden eine FFP2-Maske tragen. Mehr Hintergründe dazu erfahrt ihr hier.

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