Ab Juli: Auf diese Änderungen müsst ihr euch nun einstellen

Ab Juli erwarten euch eine ganze Reihe von Änderungen – von teureren Bustickets über Dosenpfand bis hin zu höheren Preisen fürs Rauchen. Wir stellen euch die wichtigsten vor.

Ab Juli: Auf diese Änderungen müsst ihr euch nun einstellen

Das halbe Jahr ist vorbei, gleichzeitig stehen zahlreiche Änderungen für etliche Bereiche des Alltags an. Welche das sind, zeigen wir euch in der Übersicht:

ÖPNV

Ab Juli werden die Preise für das Bus- und Bahnfahren erhöht. Beschlossen hat diesen außerplanmäßigen Tarifwechsel der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Wegen des 9-Euro-Tickets werden die Preiserhöhungen aber für die meisten erst ab September zu spüren sein. Eine Einzelfahrt kostet nun beispielsweise 3,20 statt 3 Euro, Tageskarten für Erwachsene 6,40 Euro (statt 6 Euro). Lediglich Sammelkarten und die Abo-Tarife sind vom Preisanstieg ausgenommen (wir berichteten).

Rauchen kostet mehr

Ab dem 1. Juli werden erstmals auch Substanzen, die in E-Zigaretten enthalten sind, besteuert. Tabak für Shishas werden mit einer Zusatzsteuer belegt. Zudem dürfen nur noch maximal 25 Gramm über den Handel vertrieben werden. Bislang waren 200 Gramm-, Ein- und Zwei-Kilogramm-Pakete üblich. In den Shisha-Bars wurden dann kleinere Portionen des Wasserpfeifentabaks an die Gäste verkauft. Mit der Begrenzung soll verhindert werden, dass große Mengen Tabak einzeln in die Bars kommen.

Aus für kostenlose Corona-Tests

Schnelltests können von nun an nur noch bestimmte Gruppen kostenlos erhalten, alle anderen müssen drei Euro pro Test bezahlen. Details dazu gibt es hier.

Alte Elektrogeräte im Supermarkt abgeben

Ab 1. Juli müssen auch Supermärkte und Discounter ab einer Fläche von 800 Quadratmetern kostenlos kleinere Elektrogeräte annehmen. Voraussetzung ist, dass die Märkte dauerhaft oder zumindest mehrmals im Jahr Elektroware vertreiben. Die Kantenlänge der Geräte muss dabei maximal 25 Zentimeter betragen. In Frage kommen also beispielsweise Handys, Elektrorasierer oder Wasserkocher.

Pfand auch für Einwegdosen

Auch für Einwegplastikflaschen und Einwegdosen wird nun endgültig Pfand fällig, und zwar 25 Cent. Das gilt dann etwa für PET-Saftflaschen oder Dosen mit alkoholischen Mischgetränken. Prinzipiell galt das zwar schon seit Januar, doch im Juli endet die Übergangsfrist für die Händler.

Höherer Mindestlohn

Zum Juli wird der Mindestlohn pro Stunde auf 10,45 Euro erhöht, am Oktober steigt er nochmals an auf 12 Euro. Das hatte der Bundestag Anfang Juni beschlossen. Olaf Scholz (SPD) hatte eine Erhöhung schon in seinem Kanzlerwahlkampf zum Thema gemacht.

Höhere Renten

Rentner in Westdeutschland können sich auf 5,35 Prozent mehr freuen, in Ostdeutschland auf eine über 6,12 Prozent erhöhte Rente. Das ist die stärkste Erhöhung seit einigen Jahrzehnten.

Pakete werden teurer

DHL erhöht seine Preise für Pakete teilweise. Für zwei Kilogramm müsst ihr künftig 50 Cent mehr zahlen (5,49 Euro). Für Sendungen in andere Ländern verdoppelt sich der Preis teilweise sogar.

Verbot automatischer Vertragsverlängerungen

Wenn ein Kundenvertrag online abgeschlossen wurde, darf er künftig auch online wieder gekündigt werden. Dazu müssen die Unternehmen nun einen Kündigungsbutton auf ihrer Webseite aufführen.

Verboten sind ab sofort automatische Vertragsverlängerungen über einen längeren Zeitraum. Stillschweigende Verlängerungen sind nur noch bei einer Kündigungsfrist von maximal einem Monat möglich.

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