Seit Jahren bleiben viele Spaziergänger Ende Oktober an der Ecke Hechtsheimer Straße und Ritterstraße stehen und freuen sich über die vielen Gespenster, Totenschädel und Grabsteine in Amelie Rupperts Vorgarten (wir berichteten). Ab Einbruch der Dämmerung kommen am Halloween-Abend Kerzen, Lichter und bei gutem Wetter Nebel aus einer Nebelmaschine hinzu.
Auch Süßes gibt es an der Tür des Gruselhauses: Amelie Ruppert ist gut vorbereitet und mit Süßkram eingedeckt. „Letztes Jahr haben bestimmt 100 Kinder am Halloweenabend geklingelt“, erzählt sie gegenüber Merkurist. Mit Horrorclowns und Streichen habe es nie Probleme gegeben. Sie sei ja auch gut vorbereitet und habe immer etwas zu verteilen.
Dekoriert wird nur einmal im Jahr
Schon seit mehr als zehn Jahren habe sie großen Spaß daran, die Deko und Lichter auszupacken. Die Leidenschaft brachte sie aus den USA mit, wo sie ein paar Jahre lebte. Umgestaltet wird das Haus aber nur einmal im Jahr – an ihrem liebsten Feiertag. An Fastnacht und Weihnachten betreibt sie den Aufwand nicht.
Die Mainzerin kennt Fastnacht aus ihrer Kindheit und liebt seitdem das Kostümieren. Sie plane jedes Jahr ein Partnerkostüm mit Freundin und Hund. Letztes Jahr war das Thema die Serie Game of Thrones und sogar der Hund wurde als Drache kostümiert. „Das Kostüm für dieses Jahr bleibt bis Halloween geheim“, so Ruppert. Wer neugierig ist, müsse am 31. Oktober in der Hechtsheimer Straße vorbeischauen.
QR-Codes am Gartenzaun
In diesem Jahr will Amelie Ruppert zusätzlich auf das Isis und Mater Magna-Heiligtum aufmerksam machen. Der ausgegrabene römische Tempel wurde 2000/2001 bei Bauarbeiten für die Tiefgarage der Römerpassage gefunden. Die Fundamente sind in einer Ausstellung im Untergeschoss der Römerpassage zu sehen. Ruppert arbeitet für die Initiative Römisches Mainz e.V., die die Ausstellung betreibt. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein und finanzieren uns aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Deshalb freuen wir uns über jede Unterstützung und viele Besucher.“
Am Gartenzaun hängen deshalb QR-Codes, die auf Infos und Spenden verweisen. Im Oktober ist die Ausstellung vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz zum Museum des Monats ernannt worden.