So viel Geld wie nie zuvor in Mainzer Immobilien geflossen

Am Montag ist der neue Grundstücksmarktbericht für Mainz vorgestellt worden. Während der Markt für Wohnimmobilien boomt, fließt weniger Geld in Gewerbeimmobilien.

So viel Geld wie nie zuvor in Mainzer Immobilien geflossen

Noch nie ist so viel Geld wie im vergangenen Jahr in den Mainzer Immobilienmarkt investiert worden. Laut dem aktuellen Grundstücksmarktbericht waren es über 1,3 Milliarden Euro in diesem Zeitraum.

So wurden im Berichtsjahr insgesamt 2121 Kaufverträge erfasst und ausgewertet, das sind 7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Trend gehe in Zeiten der „wirtschaftlichen Ungewissheit“ und niedriger Zinsen weiter dahin, Kapital in Immobilien anzulegen, heißt es in einer Erklärung zum Bericht am Montag.

Der Großteil der Transaktionen betrifft den Handel mit Eigentumswohnungen oder Teileigentum: mit 1282 Kauffällen (also gekauften Immobilien) stieg das Niveau in etwa auf die Zahlen von 2019 (+16 Prozent). Die Zahl der Erstverkäufe stieg sogar um 50 Prozent (351 Kauffälle), der Umsatz um 45 Prozent auf 189 Millionen Euro.

Der Umsatz bei Mehrfamilienhäusern stieg deutlich um 73 % (410 Millionen Euro), die Anzahl der Kauffälle stieg aber nur um 6 Prozent an (115 Kauffälle). Bei Grundstücken für 1- und 2- Familienhäuser ging die Anzahl der Kauffälle um 10 Prozent zurück, der Geldumsatz stieg dagegen ein weiteres Mal um 7 Prozent auf 228 Millionen Euro. Meist verkauft wurden freistehende Einfamilienhäuser mit Kaufpreisen zwischen 410.000 und 850.000 Euro. Es folgte der Verkauf von Reihen- und Reihenendhäusern für 410.000 bis 679.000 Euro. Deutlich eingebrochen ist der Umsatz bei Gewerbeobjekten, hier ist ein Umsatzrückgang um 36 Prozent (105 Millionen Euro) zu verzeichnen. Dabei blieb die Anzahl der Kauffälle nahezu unverändert bei 32.

Auch die durchschnittlichen Bodenrichtwerte für die Stadt Mainz und deren Vororte finden sich im Grundstücksmarkbericht. Den zu Jahresbeginn beschlossenen Bodenrichtwerten kommt in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit zu: Denn die Bodenrichtwerte bilden die Grundlage zur Neuberechnung der Grundsteuer. So liegt die durchschnittliche Steigerung der Bodenrichtwerte im gesamten Stadtgebiet bei Wohnraum bei Plus 17 Prozent. Beim Gewerbe bei Plus 14 Prozent und im Bereich Landwirtschaft bei Plus 4 Prozent.

Der Grundstücksmarktbericht 2022 ist unter www.mainz.de/gaa unter dem Menüpunkt „Grundstücksmarktbericht“ abrufbar.

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