Rechtsanspruch ab 2026 – doch Mensa in Mainz-Marienborn ist verspätet

Ab August haben Erstklässler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. An der Grundschule in Mainz-Marienborn wird die dafür geplante Mensa aber erst 2027 fertig. Die Stadt hat nun eine Lösung.

Rechtsanspruch ab 2026 – doch Mensa in Mainz-Marienborn ist verspätet

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler rückt näher und stellt die Stadt Mainz vor Herausforderungen. An der Brunnenschule in Mainz-Marienborn wird die geplante Interimsmensa nicht rechtzeitig zum Start des Anspruchs im August fertig. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der örtlichen CDU-Fraktion hervor.

Demnach ist die Fertigstellung der Mensa in Containerbauweise nach aktuellem Stand erst für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Zuvor hatte die CDU-Fraktion im Ortsbeirat angesichts steigender Schülerzahlen und des nahenden Rechtsanspruchs eine „zeitnahe und transparente Darstellung“ des Planungsstands gefordert, da sie einen „erheblichen Handlungsdruck“ sieht.

Klassenraum-Container wird zur Mensa

Die Verzögerung ist die Folge einer Planänderung. Wie die Stadt mitteilt, war zunächst eine neue Interimsmensa im hinteren Schulhofbereich geplant. Das Grün- und Umweltamt habe die dafür notwendigen Baumfällungen jedoch als „nicht genehmigungsfähig bzw. nicht vertretbar“ bewertet.

Nun soll die bereits bestehende Containeranlage auf dem Schulhof, die derzeit zwei Klassenräume beherbergt, zu einer Mensa umgebaut werden. Die Schulklassen können laut Verwaltung in das Hauptgebäude umziehen. Dieses Vorgehen sei umsetzbar, da die prognostizierten Betreuungszahlen von rund 90 Kindern als „vergleichsweise moderat“ eingeschätzt werden. Bis zur Fertigstellung der Mensa im kommenden Jahr wird die Mittagsverpflegung weiterhin provisorisch in einem Klassenraum organisiert.

Rechtsanspruch ist gesichert

Trotz der baulichen Verzögerung werde der gesetzliche Anspruch auf Ganztagsbetreuung für alle Erstklässler erfüllt, versichert die Stadt. Der Vorstand des Fördervereins der Brunnenschule hat beschlossen, die Betreuende Grundschule weiterzuführen und allen neuen Erstklässlern ein entsprechendes Angebot zu machen.

Für das Schuljahr 2026/2027 wird bei 52 Erstklässlern mit einem Bedarf von rund 45 Betreuungsplätzen gerechnet. Wie lange die Containerlösung insgesamt bestehen bleibt, ist laut Stadt noch offen. Die Anlage erfülle aber die aktuellen pädagogischen und sicherheitstechnischen Anforderungen.