Doppelt so viele Straftaten: Die Bilanz der Silvesternacht in Rheinland-Pfalz

Die Bilanz zur Silvesternacht in Rheinland-Pfalz: Deutlich mehr Straftaten und Brände als im Vorjahr. Auch in Mainz hatten die Einsatzkräfte einige Herausforderungen zu bewältigen.

Doppelt so viele Straftaten: Die Bilanz der Silvesternacht in Rheinland-Pfalz

Die Polizei und die Rettungskräfte in Rheinland-Pfalz hatten in der Silvesternacht zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Wie das Innenministerium mitteilt, verliefen die Feierlichkeiten zwar überwiegend friedlich, es gab jedoch deutlich mehr Straftaten als in den Vorjahren.

Laut einer ersten Bilanz wurden in der Nacht zum Neujahrstag 216 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten erfasst – etwa doppelt so viele wie im Vorjahr (101). Darunter waren 89 Körperverletzungen und 41 Sachbeschädigungen. Ein Polizeibeamter wurde durch Feuerwerk verletzt (wir berichteten). Die Polizei sprach 115 Platzverweise aus.

Feuerwerkskörper auf Menschen geschossen

In Trier versammelten sich bis zu 1000 Menschen an der Porta Nigra. Dort wurden kurz nach Mitternacht Feuerwerkskörper auf Personen geschossen. In Koblenz feierten rund 2500 Menschen am Deutschen Eck. Die Polizei registrierte dort vier Körperverletzungsdelikte und nahm eine Person in Gewahrsam. Bei einer Silvesterfeier in Neuwied-Block kam es zu einer Schlägerei, eine Person bedrohte andere mit einer Schreckschusswaffe.

Hohe Schäden durch Brände

Auch die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Landesweit gab es in den ersten sechs Stunden des neuen Jahres 243 Brandeinsätze. In Mainz-Finthen brach im Sertoriusring ein Feuer auf einem Balkon aus und griff auf die Wohnung über. Dutzende Bewohner mussten evakuiert werden, das erste Obergeschoss ist unbewohnbar. In Mainz-Hechtsheim geriet der Dachstuhl eines Reitstalls in Vollbrand, wobei auch ein angrenzendes Restaurant beschädigt wurde. Die Pferde konnten gerettet werden (wir berichteten). Als Ursache wird eine fehlgeleitete Silvesterrakete nicht ausgeschlossen.

In Kaiserslautern brannte eine Gartenlaube, das Feuer griff auf ein Einfamilienhaus über. Die Bewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Der Schaden wird auf 200.000 Euro geschätzt. In Neuwied-Niederbieber brannte ein leerstehendes Haus, hier kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Der Schaden liegt bei bis zu 150.000 Euro.

Landesweit waren in der Silvesternacht rund 680 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.