Sowjet-Graffitis in Mainz aufgetaucht

Politisch motivierte Sachbeschädigung? In Mainz tauchten zuletzt eine Reihe von Hammer-und-Sichel-Graffitis auf. Wie die Polizei die Vorfälle bewertet.

Sowjet-Graffitis in Mainz aufgetaucht

Hammer und Sichel sind das wohl bekannteste Symbol für den Kommunismus. Kombiniert mit einem roten Hintergrund standen Hammer und Sichel Jahrzehnte lang für die Nationalflagge der UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken).

Doch zuletzt tauchte diese Kombination immer häufiger als Graffiti in Mainz auf, wie zum Beispiel in der Hechtsheimer und der Windmühlenstraße. So war das Symbol unter anderem mit den Schriftzügen „Rotes Mombach“ oder „Marx statt Merkel“ auf Mülltonnen, Altkleider-Containern, Hauswänden oder Starkstromverteilern zu sehen.

Politischer Extremismus?

Doch was hat es nun genau damit auf sich, fragen sich einige Mainzer. Mit einem Augenzwinkern kommentiert Leser Martin, dass jetzt nach der UdSSR, China, Kuba, der DDR und Venezuela endlich der ‘wahre’ Sozialismus nach Mainz komme.

Doch laut Mainzer Polizei sind diese Graffitis in Mainz gar nicht mehr so neu. „Hammer und Sichel tauchen seit Jahren immer wieder mal auf.“ Politisch Extremes stecke jedoch nicht dahinter, so ein Sprecher. Einige der Graffitis seien bereits angezeigt worden. Das in der Windmühlenstraße bereits im Oktober.

Ende November 2019 sei in Mombach dann noch eine Serie von Graffitis, unter anderem auch mit Hammer und Sichel aufgetaucht, so der Sprecher. Seit Oktober bis zum heutigen Tag seien im gesamten Mainzer Stadtgebiet 45 Graffitis - viele davon mit Hammer und Sichel - angezeigt worden. Wer letztlich hinter den Sowjet-Graffitis steckt, kann die Polizei aber nicht sagen. (ms)

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