Eis Pavillon Mario macht Comics für seine Kunden

Wie wird das Eis hergestellt und geliefert? Und seit wann gibt es den Eisladen schon in Gonsenheim? Themen wie diese verarbeitet das Team vom "Eis Pavillon Mario" in kleinen Comics. Was sie damit erreichen wollen, haben sie Merkurist erzählt.

Eis Pavillon Mario macht Comics für seine Kunden

Eine kleine Aufmunterung können alle in dieser schwierigen Zeit gebrauchen - das dachte sich auch die Familie von Mario Nestola. Seit mehr als 50 Jahren betreibt die Familie den „Eis Pavillon Mario“ in Gonsenheim. Nun haben Mario Nestola und sein Team für ihre Kunden eine etwas andere Aktion gestartet: Mit Comics über den Eisverkauf, ihren Lieferdienst und die Herstellung wollen sie ihren Gästen eine Freude machen.

Mit den Kunden in Kontakt bleiben

Doch was steckt hinter den Comics? „Wir hatten gerade geöffnet und plötzlich kam die Zwangssperrung“, erzählt Besitzer Mario. „Danach haben wir viel diskutiert, wie wir mit unseren Kunden in Kontakt bleiben können. Sie haben schließlich den ganzen Winter auf uns gewartet.“ Seine Frau hatte dann die entscheidende Idee: „Sie ist eine echte Italienerin: eine emotionale und sehr spontane Frau. Wir haben beschlossen, das Internet als möglichen Weg zu nutzen. Aber wir wollten die Leute beeindrucken. Und dann kam die Idee: Ein Comic passt für alle Altersgruppen.“

Am 14. April posteten Mario und seine Frau die erste Folge des „Mario“-Comics auf ihrer Facebook-Seite. Seitdem folgten schon sechs weitere Folgen. In denen geht es nicht nur um die Eisproduktion oder die Lieferung. Mit den Geschichten wollten sie auch ihre Kunden miteinbeziehen. „Einige sollten die Antworten auf häufig gestellte Fragen unserer Kunden sein. Andere sollten unsere Kunden über den aktuellen Stand, die aktuelle Situation informieren.“ Doch nicht nur informieren und unterhalten wollten Mario und sein Team die Kunden - sie wollten sie auch ein bisschen erziehen: „Es war hart für viele Menschen zu verstehen, dass sie sich nicht an unserem Kiosk sammeln sollen und den Mindestabstand einhalten müssen.“

Eine Folge zur langen Tradition

In einer Folge wird die Geschichte des Eisladens erzählt. „Normalerweise ist der Platz vor unserem Kiosk wie ein italienischer Piazza, wo sich die Leute treffen um ein bisschen ‘La dolce vita’ zu leben. Die Folge über unsere Tradition haben wir auch geschrieben, um Erinnerungen zu wecken“, erzählt Mario. In dieser Folge erzählt er nicht nur, wie das erste italienische Eis nach Deutschland kam, sondern auch die Geschichte des eigenen Eisladens: „Im Jahr 1955 übernahm mein Opa den Kiosk von der Tante meiner Oma. Meine Mutter und ihre Schwester haben ihrem Vater oft geholfen. Im Jahr 1968 erfüllte sich mein Opa dann seinen großen Traum vom Eis Pavillon“ - steht in ein paar Sprechblasen. Über mehrere Seiten wird die Geschichte bis zum heutigen Tag nacherzählt. Mittlerweile führt Mario den Eis Pavillon bereits in der dritten Generation.

Besonders stolz sei er darauf, wie die Comics bei seinen Kunden ankommen. Auch sie sind auf den Bildern Teil der Geschichten: „Einige haben uns geholfen und haben sich fotografieren lassen, während wir geliefert haben oder während sie ihr Eis selbst abgeholt haben. Sie freuen sich schon auf die nächsten Folgen“, erzählt der Inhaber. Besonders liegt Mario aber auch am Herzen, über die Umwelt zu sprechen. Denn geliefert wird das Eis mit dem Elektroauto MIA: 100% Ökostrom. Außerdem nutzt das Team das Kühlwasser der Eismaschinen zum Vorspülen und Waschen der Behälter. Das Paar hat selbst drei Kinder, Mirco 21 Jahre, Davide 16 Jahre und Fabio 17 Monate. Mario sagt: „Ihre Zukunft ist mir wichtig“. (rk)

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