Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) aus Mainz ist mit dem „Goldenen Schraubenzieher 2026“ ausgezeichnet worden. Das teilt der Verein „Runder Tisch Reparatur“ mit, der den Preis am Dienstag in Reutlingen-Mittelstadt verlieh.
Der Verein ehrt damit die langjährige parlamentarische Arbeit Rößners für das Recht auf Reparatur. Rößner war von 2009 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. In dieser Zeit habe sie das Thema durch Anträge zur Reduzierung von Elektroschrott und zur Stärkung des Reparaturrechts in den Bundestag eingebracht und politisch sichtbar gemacht. Ihre Arbeit habe den Weg für das in diesem Jahr in Kraft getretene Recht auf Reparatur bereitet.
„Früher war es ganz selbstverständlich, dass man Dinge repariert hat. Heute ist oft der Neukauf viel günstiger und man schmeißt schneller mal was weg“, so Rößner. „Aber wenn man von der Nachhaltigkeit denkt, von den Ressourcen denkt, ist die Arbeit der Reparateurinnen und Reparateure ganz, ganz wichtig. Und dieses Engagement zu unterstützen, das war immer auch ein Anliegen von mir und deshalb vielen, vielen Dank für diesen Preis.“
Der „Runde Tisch Reparatur“ ist ein Netzwerk aus Handwerk, Wissenschaft, Handel und Zivilgesellschaft, das sich seit 2015 für das Recht auf Reparatur einsetzt. Den „Goldenen Schraubenzieher“ verleiht der Verein seit 2019 an Persönlichkeiten, die sich um das Thema Reparatur in Deutschland verdient gemacht haben. Die Verleihung fand in Anwesenheit des Reutlinger Oberbürgermeisters Thomas Keck statt.