Bauarbeiten am Hauptbahnhof: MVG stellt Pläne vor

Die Gleise vor dem Mainzer Hauptbahnhof werden in den kommenden Monaten saniert. Für Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs ändert sich dadurch einiges. Was Ihr jetzt wissen müsst.

Bauarbeiten am Hauptbahnhof: MVG stellt Pläne vor

In den Sommerferien saniert die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) die Gleise vor dem Mainzer Hauptbahnhof. Deswegen muss der Bahnhofsvorplatz für den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) von 29. Juni bis voraussichtlich Ende August gesperrt werden. Dieser Zeitraum sei besonders verkehrsarm, so MVG-Geschäftsführerin Eva Kreienkamp. Wie die Gleisarbeiten ablaufen werden und was auf die Fahrgäste zukommen wird, hat die Mainzer Verkehrsgesellschaft nun in einer Pressekonferenz am Montag (24.Juni) bekannt gegeben.

Was ist geplant?

Betroffen ist das Gleisnetz an der Kreuzung „Alicenstraße - Bahnhofplatz - Bahnhofstraße“. „Das Gleisdreieck ist in die Jahre gekommen. 1999 wurde es das letzte Mal saniert“, sagt Kreienkamp. „Wir haben uns lange davor gescheut diesen Eingriff zu machen.“ Dabei werden Teile des Asphalts aufgebrochen und erneuert. Die Weichen und Schienen werden erneuert. Das kann mehrere Monate dauern, denn die Weichen werden einzeln produziert und dem Streckenverlauf angepasst, sagt Kai Buhl vom Infrastrukturmanagement der MVG. Die Kosten für das Bauprojekt belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro.

Die Haltestellen in der Bahnhofstraße wurden erst 2016 saniert - in der Straße selbst wird also nichts gesperrt. Auch an den Haltestellen der Mainzelbahn auf dem Bahnhofplatz wird nichts erneuert. Die Bauarbeiten betreffen lediglich das Gleisdreieck und ein kleiner Gleisabschnitt an der Ecke zur Alicenstraße. Dort seien die Weichen und damit die Entwässerungsrinnen durch den Verkehr eingedrückt worden, sodass die Entwässerung nicht mehr funktioniere, erklärt Buhl. Bei starken Regenfällen käme es an dieser Stelle zu Überschwemmungen - dies wolle man beheben.

Das gibt es zu beachten

Auch wenn sich die Baustelle nur auf diese Kreuzung erstreckt, wird der Öffentliche Nahverkehr beeinträchtigt sein. Die Bauarbeiten beginnen am 1. Juli und dauern voraussichtlich bis Ende August. Während der gesamten Bauarbeiten wird der Busverkehr umgeleitet - Ersatzhaltestellen werden eingerichtet. Der Straßenbahnverkehr wird größtenteils eingestellt. Eine Teilstrecke wird allerdings noch von der Mainzelbahn befahren, nämlich die Strecke „Hauptbahnhof - Finthen“ (Linien 50 und 51). Alle anderen Anbindungen werden über den Schienenersatzverkehr an den Ersatzhaltestellen für Busse bedient.

Hier erhaltet Ihr Informationen

Um die Fahrgäste auf die Bauarbeiten vorzubereiten, hat die Mainzer Verkehrsgesellschaft Pläne an den Haltestellen, im Hauptbahnhof, in den Bussen und Bahnen sowie auf ihrer Homepage ausgehängt. Diese zeigen, wo die Ersatzhaltestellen in den nächsten Monaten sein werden.

Zudem werden in den ersten Wochen Mitarbeiter der MVG vor Ort sein, um den Fahrgästen den Weg zu den Ersatzhaltestellen zu zeigen. Die MVG hat außerdem geplant, die Wege zu den Ersatzhaltestellen mit Schildern und Bodenbeschriftungen auszuweisen.

In der MVG-App würden die Ersatzhaltestellen nicht aufgelistet sein, sagt Johannes Köck Leiter der Abteilung Mobilitätsangebot und Produkte der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG). Dort würden die App-Nutzer weiterhin die Haltestelle „Hauptbahnhof“ sehen können. Die Uhrzeiten würden sich allerdings den Buszeiten anpassen und auf die Umstellung werde in einem Ticker in der App hingewiesen.

Was wird sich ändern?

Die Orte der Ersatzhaltestellen seien mit der Stadtverwaltung abgesprochen, sagt Buhl. Mit „größeren Verkehrsproblemen und dauerhaften Einschränkungen“ während der Bauarbeiten sei nicht zu rechnen. Zudem würden die Gleise zwar erneuert, aber das Liniennetz für Mainz würde sich dadurch nicht ändern. Nach den Gleisarbeiten werde das Öffentliche Verkehrsnetz genauso funktionieren wie zuvor, so Kreienkamp.

Bislang ging die Mainzer Verkehrsgesellschaft davon aus, dass die Gleisarbeiten bis zum 11. August abgeschlossen sein werden. Es sei allerdings schon absehbar, dass sich dieser Termin um ein bis zwei Wochen verzögern wird. (df)

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