Über 100.000 Haushalte in Mainz sollen schnelles Internet bekommen

Der Glasfaserausbau in Mainz soll vorangetrieben werden. Doch einige Bereiche der Stadt sind erst einmal zurückgestellt worden. So soll es jetzt weitergehen.

Über 100.000 Haushalte in Mainz sollen schnelles Internet bekommen

In einigen Mainzer Stadtteilen ist der Ausbau schon weit vorangeschritten, in anderen ist er zurückgesetzt worden. Doch wie die Stadtverwaltung sagt, soll möglichst ganz Mainz einen Internetanschluss mit Glasfaser bekommen und damit Zugang zu schnellerem Internet.

„Glasfaser die Technologie der Zukunft“, heißt es von Seiten der Stadt. Um einen Vertrag mit entsprechenden Anbietern abzuschließen, wurden daher in einem ersten Schritt Unternehmen, Hausbesitzer und Vermieter angesprochen. Dazu arbeitet die Wirtschaftsförderung in Mainz mit verschiedenen Telekommunikationsunternehmen zusammen. Begonnen hat der Ausbau in Mainz vor zwei Jahren. Das Ziel bestehe darin, 110.000 Haushalte mit Glasfaserleitungen auszustatten, teilte das Stadtplanungsamt bei einem Pressegespräch am Mittwoch (21. Januar) mit.

Am weitesten fortgeschritten ist der Ausbau demnach östlich der Josefsstraße in der Mainzer Neustadt. Ausgebaut wird aktuell etwa in Teilen der Oberstadt, von Weisenau, Mombach, Gonsenheim und Hartenberg-Münchfeld.

Doch in einigen Stadtteilen wurde der Ausbau bis auf Weiteres zurückgestellt. Dazu gehören Drais, Marienborn, Ebersheim und Teile von Finthen. Grund ist, dass nicht genügend Verträge abgeschlossen wurden, die für einen Ausbau erforderlich gewesen wären. Die Stadtverwaltung sucht nach eigenen Angaben eine Alternative zum bisher einzigen Anbieter in diesen Bereichen, der Deutschen GigaNetz GmbH.

In anderen Stadtteilen sind die Firmen Westconnect (E.ON), Deutsche Telekom und OXG Glasfaser GmbH tätig. In vielen Gewerbegebieten und Gewerbemischgebieten sind laut der Stadtverwaltung bereits über die Mainzer Breitband GmbH große Teile an das konzerneigene Glasfasernetz angeschlossen. Die Mainzer Breitband ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Mainzer Stadtwerke AG.

Hintergrund

Glasfaser-Internet verspricht eine schnelle Leitung mit bis zu 1000 Mbit pro Sekunde und eine stabile sowie zuverlässige Leitung. Zudem soll die Internetverbindung weniger anfällig für Störungen sein und weniger Energie für die Datenübertragung benötigen. Die notwendigen Glasfaserkabel müssen jedoch unterirdisch verlegt werden.