Verdi kündigt Warnstreiks in Rheinland-Pfalz an

Verhandlungen bisher erfolglos

Verdi kündigt Warnstreiks in Rheinland-Pfalz an

In Rheinland-Pfalz wird es in dieser Woche zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst kommen. Das kündigt die Gewerkschaft Verdi am Montagnachmittag (21. September) an.

„Nachdem die Arbeitgeber keine Art von Wertschätzung gezeigt haben, sind die Beschäftigten sehr enttäuscht und sie sind wütend auf ihre Chefs, die sie in der Vergangenheit für ihre guten Leistungen in der Corona-Krise so sehr gelobt hatten“, so Michael Blug, Verdi-Landesbezirksleiter Rheinland-Pfalz-Saarland.

Betroffen sind von den Verhandlungen beispielsweise Beschäftigte in kommunalen Kliniken und Kindertagesstätten, in Städten, Gemeinden und Landkreisen, bei der Müllabfuhr, bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern und vielen anderen Dienststellen wie Zoll, Rentenversicherung oder auch den Sparkassen. Eine dritte und bisher letzte Verhandlungsrunde ist ab dem 22. Oktober geplant.

Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent beziehungsweise einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden. Gefordert wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit.

Darüber hinaus sollen Entlastungen der Beschäftigten in den Tarifverhandlungen besprochen werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege sollen an einem eigenen Verhandlungstisch eingebracht werden. Das Ergebnis soll später zeit- und wirkungsgleich auf Beamte übertragen werden. (pk)

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