Coronavirus: Großveranstaltungen sollen nicht stattfinden

Keine Zwangsferien für Schulen geplant

Coronavirus: Großveranstaltungen sollen nicht stattfinden

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat am Dienstagnachmittag Empfehlungen zum Umgang mit Großveranstaltungen herausgegeben. Hintergrund sind die steigenden Fallzahlen von Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Das geht aus einer Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums hervor.

Veranstaltungen in einem geschlossenen Raum, zu denen mehr als 1000 Teilnehmer erwartet werden, sollten demnach bis mindestens Ende April nicht stattfinden. Aus Sicht der Landesregierung ist die Grenze von 1000 Personen nicht als „starre Grenze“ zu sehen. „Sollten Veranstalter an Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmer in einem geschlossenen Raum festhalten wollen, ist zwingend die Abstimmung mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt vorzusehen“, so das Gesundheitsministerium.

Bei Veranstaltungen, an denen Risikogruppen (ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen oder Immungeschwächte) teilnehmen, sollten Veranstalter unbedingt prüfen, ob diese zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwingend erforderlich sind. Dasselbe gilt, wenn zu erwarten ist, dass Teilnehmer aus Risikogebieten kommen. Zuständig für die Genehmigung einer Großveranstaltung ist laut Ministerium das jeweilige Ordnungsamt.

Keine Klassenfahrten in Risikogebiete

Auch für Schulen hat die Landesregierung Empfehlungen herausgegeben. „Eine landesweite Schließung der Schulen oder Zwangsferien sind aus medizinischer und infektionshygienischer Sicht derzeit nicht angebracht.“ Nach derzeitiger Kenntnis gehören Schüler grundsätzlich nicht zu den Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko haben, schwer zu erkranken. Die Gesundheitsämter entscheiden im Einzelfall, welche Maßnahmen notwendig sind, wenn an einer Schule ein bestätigter Corona-Fall aufgetreten ist. Das Pädagogische Landesinstitut bereitet in Absprache mit den Schulen Unterrichtsmaterialien vor, die über digitale Plattformen abrufbar sind, um Schülern in Quarantäne ein Bildungsangebot zu ermöglichen. Dazu wird das Pädagogische Landesinstitut eine Hotline für die Schulen einrichten.

Das mündliche Abitur an den rheinland-pfälzischen G9-Gymnasien findet vom 16. bis zum 25. März statt. Sollte es dazu kommen, dass in Schulen die mündlichen Abiturprüfungen aufgrund von Corona-Infektionen nicht planmäßig stattfinden können, müssen sie laut Ministerium auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. „Alle Schüler werden ihr mündliches Abitur ablegen können.“ Die Schulaufsicht informiert alle Schulen darüber, dass Klassenfahrten in Gebiete, die das Robert Koch-Institut als Risikogebiete einstuft, ab sofort zu unterlassen sind.

Die Hotline für Bürgerinnen und Bürger zu Fragen zum Coronavirus ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/5758100 (Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr; Samstag und Sonntag 10 bis 15 Uhr). Auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums gibt es weitere Informationen. (pk)

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