Warum die Blitzer-Anlage vor dem Hechtsheimer Tunnel abgeschaltet ist

Seit Tagen ist die stationäre Blitzer-Anlage vor dem Hechtsheimer Tunnel außer Betrieb. Jetzt erklärt die Leiterin der Zentralen Verkehrsdienste beim Polizeipräsidium Mainz, was Sache ist.

Warum die Blitzer-Anlage vor dem Hechtsheimer Tunnel abgeschaltet ist

Eigentlich soll die Blitzer-Anlage kurz vor dem Hechtsheimer Tunnel die Geschwindigkeit überwachen und somit für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Doch momentan ist die stationäre Messstation in Fahrtrichtung Bingen außer Betrieb (wir berichteten). Autofahrer, die sich nun genau auf dieser Höhe nicht an Tempo 80 halten, müssen aktuell nicht befürchten, erfasst und verwarnt zu werden – und das hat einen bestimmten Grund.

Gas geben lohnt sich dennoch nicht

Wie die Leiterin der Zentralen Verkehrsdienste, Carmen Knab, gegenüber Merkurist am Montagmittag erklärt, „wurde das stationäre Geschwindigkeitsmessgerät aufgrund eines technischen Defekts abgeschaltet und befindet sich gegenwärtig in Reparatur.“ Aktuell könne jedoch keine verlässliche Aussage dazu getroffen werden, ab wann die Anlage wieder in Betrieb genommen werden könne.

Autofahrer müssen aber trotz des Ausfalls der Anlage damit rechnen, bei überhöhter Geschwindigkeit in dem Bereich geblitzt zu werden. Denn das Tempolimit wird nun wenige Meter weiter überprüft. Denn wie Knab sagt, habe man sich dazu entschieden, direkt vor dem Hechtsheimer Tunnel einen sogenannten Enforcement-Trailer zu platzieren, „welcher zumindest zeitweise und gegebenenfalls wiederholt dort seinen Dienst verrichtet“ (wir berichteten).

Und durch den Einsatz dieses semi-mobilen Blitzers konnten inzwischen schon Hunderte Verkehrsteilnehmer pro Tag ermittelt werden, die dort mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren. Wie Knab gegenüber Merkurist angab, seien innerhalb der ersten sechs Tage, die der Anhänger dort stand, im Schnitt 650 Geschwindigkeitsüberschreitungen binnen 24 Stunden festgestellt worden.

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