Vier Mainzer Gänsehautmomente

Heiratsantrag, emotionale Erinnerung oder kleine Geste im Alltag. Hier sind vier Mainzer Gänsehautmomente.

Vier Mainzer Gänsehautmomente

Von wunderschön bis schrecklich traurig: Es gibt einfach Geschichten, die sorgen für Gänsehaut. Wir haben vier dieser Mainzer Gänsehautmomente für Euch zusammengetragen.

Rührende Erinnerung

Normalerweise kullern beim Saalpublikum der Mainzer Fastnachtssitzungen die Tränen vor Lachen. Doch bei der „Bohnebeitel“-Sitzung im Februar 2019 war Rührung der Grund für die Tränen. Als Fastnachter Helmut Schlösser seinen Vortrag als Giacomo Casanova schon beinahe beendet hatte, erinnerte er in bemerkenswerter Weise an den verstorbenen Fastnachter Nick Benjamin und den ebenfalls verstorbenen Mainzer Karikaturist Klaus Wilinski.

Die ganze Geschichte lest Ihr hier:

Verrückter Heiratsantrag unter Mainz-Fahne

Johannes und Michelle lieben nicht nur einander - sie lieben auch ihre Stadt. „Wir lieben Mainz einfach. Die Lebensart, die offenen Menschen, die Fastnacht. Mainz ist Großstadt und doch total übersichtlich. Einfach entspannt“, sagte Johannes im Oktober gegenüber Merkurist. Seiner Liebsten hatte er wenige Tage zuvor einen Heiratsantrag während des Berlin-Marathons gemacht. Warum? Weil es in Johannes’ Familie Tradition hat, Heitratsanträge unter dem Brandenburger Tor zu machen.

So war es zumindest bei seinen Eltern und seinem Bruder. „Meine Mutter kommt aus dem Osten, da war das Brandenburger Tor damals einfach ein schönes Sinnbild für meine Eltern“, sagt er. Als letztes Jahr auch noch sein Bruder nachzog und seiner Freundin ebenfalls den Antrag unter dem Tor in Berlin machte, war Johannes also „der nächste in der Thronfolge“, wie er Merkurist verriet.

Welche Rolle eine riesige Mainz-Flagge beim Antrag spielte und wie Michelle auf die verrückte Situation reagierte, könnt Ihr hier lesen:

Happy End nach Fensterwurf

Diese Meldung schockierte viele Menschen im Jahr 2018: Eine Frau warf im Januar ihren Hund aus dem Fenster im ersten Stock. Das Tier wurde schwer verletzt in die Tierklinik gebracht. „Der Hund schrie vor Schmerzen, als unsere Tierheimsleiterin bei ihm ankam“, sagte Barbara Blachnik vom Verein „Tierhelfer Ingelheim“ damals. Doch Hündin Nicki überlebte - und Merkurist besuchte sie nach dem Unfall.

Inzwischen geht es Nicki besser und sie kann wieder unbesorgt die Felder erkunden:

Kleine Geste, großes Echo

Mainz im Sommer 2016: Wegen der Arbeiten zur neuen Mainzelbahn-Strecke befanden sich zwischen Hauptbahnhof und Lerchenberg noch viele Baustellen. So auch in der Hindemithstraße. Genau an dieser Baustelle beobachtete eine Merkurist-Leserin im Juli 2016 von ihrem Auto aus etwas sehr Berührendes.

An einem provisorischen Übergang, der über die Gleise führte, stoppte plötzlich ein Busfahrer vor ihr, schaltete die Warnblinklichter ein – und stieg aus. Der Grund: Ein blinder Mann hatte versucht, über den Gleisübergang zu gehen, fand diesen aber nicht und ging wieder zurück. Der Busfahrer lief dem Mann hinterher, als er ihn einholte, redeten die beiden kurz miteinander. Der blinde Mann hakte sich bei dem Fahrer ein, der ihn dann sicher über die Straße führte. Die Leserin war gerührt: „Ich habe im Auto angefangen zu weinen.“

Einige Tage danach konnte Merkurist den Busfahrer ausfindig machen: Es war der damals 50-jährige Hasan Seker. „Das, was ich getan habe, sollte doch selbstverständlich sein“, blieb Seker selbst bescheiden. Hier könnt Ihr die ganze Geschichte aus seiner Sicht nachlesen. (rk)

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