Wer tritt die Kreienkamp-Nachfolge bei der MVG an?

Noch bis Ende September wird Eva Kreienkamp Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft sein. Dann wechselt die 57-Jährige zu den Berliner Verkehrsbetrieben und wird dort Vorstandsvorsitzende. Doch wer könnte ihre Nachfolge in Mainz antreten?

Wer tritt die Kreienkamp-Nachfolge bei der MVG an?

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) Eva Kreienkamp demnächst ihren Posten aufgibt und zum 1. Oktober 2020 Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wird. Einige Mainzer fragen sich nun, wer Nachfolger(in) von Kreienkamp werden könnte. So auch Leser Manuel. Er fragt in seinem Snip: „Kommt der Nachfolger aus dem politischen Raum?“

Leser gegen Politiker

Eva Kreienkamp hingegen kam nicht aus der Politik. Die studierte Diplom-Mathematikerin ist seit 2015 Co-Geschäftsführerin der MVG. Davor war sie unter anderem Chefin des privaten Fernzuganbieters Hamburg-Köln-Express GmbH (HKX). Zudem arbeitete sie für den Versicherungskonzern „Allianz“ sowie bei der „Berlinwasser“ Holding, der „Berlikomm“ Telekommunikationsgesellschaft und der Marketing- und Marktforschungsfirma „FrischCo.“, die sie mitgründete.

Für Leser Erik sollte der Nachfolger Kreienkamps jedenfalls auch nicht aus der Politik kommen. Er sagt: „Es wäre der Stadt, den ÖPNV-Nutzern und der Mainzer Mobilität zu wünschen, endlich einen Macher und Strategen auf diese Position zu setzen und keinen politisch motivierten Verwalter, der sich überhaupt nicht für die Stadt und das ÖPNV-Angebot in der Stadt interessiert und das eigene Liniennetz überhaupt nicht kennt.“ Man sollte mit Bedacht und Weitblick bei der Neubesetzung agieren. „Allerdings zweifle ich daran, dass dies gelingt“, so Erik.

Auch Leser Andreas sieht das so:

Und ein weiterer Leser meint: „Wäre es nicht günstiger anstelle eines Politikers einen Praktiker für den Posten zu wählen? Jemanden mit Berufserfahrung auf diesem Feld?“

Was die MVG dazu sagt

Bei der MVG hält man sich indes noch bedeckt, was Aussagen zu einem möglichen Nachfolger Kreienkamps angeht. „Das Thema ist ja noch sehr frisch, der Wechsel von Frau Kreienkamp nach Berlin gerade erst ein paar Tage bekannt. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre daher jede Äußerung rund um eine mögliche Nachfolge reine Spekulation, an der wir uns nicht beteiligen möchten“, sagt MVG-Pressesprecher Michael Theurer auf Merkurist-Anfrage. Es gebe aktuell auch keinen Grund zur Eile in dieser Frage. Kreienkamp werde der MVG ja noch bis in den Herbst hinein erhalten bleiben, so Theurer. (rk)

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