Mainzer verfolgt, tritt, bespuckt und bedroht Menschen mit dem Tod

Getreten, bespuckt, bedroht: Mehrfach soll ein Mann in Mainz Menschen aggressiv angegangen haben. Seit Donnerstag steht er daher vor dem Landgericht.

Mainzer verfolgt, tritt, bespuckt und bedroht Menschen mit dem Tod

Er soll in Mainz Menschen beleidigt, getreten, bespuckt, geschlagen, verfolgt und mit dem Tod bedroht haben. Nun steht ein 30-Jähriger in Mainz wegen zahlreicher Fälle vor Gericht.

Im Januar 2020 war der Angeklagte zum ersten Mal aufgefallen. Auf offener Straße soll er in Mainz zwei Menschen mit dem Tode bedroht haben, und anschließend zwei Mülltonnen umgetreten und verschwunden sein. Im Oktober dann habe er wieder einen Mann erst beleidigt, und dann auch mit dem Tod bedroht. Als die Polizei den Mann daraufhin zu Hause aufgesucht habe, soll sie dort einen Schlagring gefunden haben.

Einige Tage danach soll der 30Jährige einer Frau nachgelaufen und sie in den Rücken getreten haben. Als sie sich umdrehte, habe er sie zudem mit der Faust zweimal ins Gesicht geschlagen. Die Frau erlitt Schmerzen, eine Schädelprellung und eine Prellmarke an der Stirnseite. Wieder fünf Tage später habe sich der Mann in einem Supermarkt in Mainz ohne Mund-Nasen-Bedeckung aufgehalten. Selbst als er dazu aufgefordert wurde, soll er den Markt nicht verlassen haben. Als eine Frau gedroht habe, die Polizei zu rufen, habe der Mann sie beschimpft und mehrfach ins Gesicht gespuckt.

Wieder ein paar Wochen darauf soll der Angeklagte sich einer Frau immer weiter genähert haben und ihr dabei mit einer Lampe in die Augen geleuchtet haben. Erfolglos habe sie ihn aufgefordert, das zu unterlassen. Stattdessen soll er einen dazukommenden Mann mehrfach beleidigt haben. Als die beiden sich von dem Angeklagten entfernen wollten, soll er sie verfolgt haben und eine Glasflasche in ihre Richtung geworfen haben – selbst, als die beiden eine Tankstelle betreten hatten.

Von seinem Balkon aus soll der Mann dann Ende November 2020 zwei Leute, die gerade an der Straße einparkten, angeschrien haben. Danach soll er ihnen hinterhergelaufen, sie beleidigt und bespuckt haben. Drei Tage vorher soll er bereits in seiner Wohnung herumgeschrien und die Toilettentür zertrümmert haben. Dabei soll er einen „psychischen Schub“ gehabt haben.

Im Februar dieses Jahres sei der 30-Jährige laut Anklage wieder auf einen Mann zugerannt und habe ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dieser sei daraufhin rückwärts zu Boden gefallen, habe Schmerzen und eine geschwollene Wange davongetragen.

In allen Fällen soll der Angeklagte, der bereits vorbestraft ist, im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt haben.

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