Marcus Held: Urteil im Fall des ehemaligen Oppenheimer Bürgermeisters gesprochen

Staatsanwaltschaft forderte Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten

Marcus Held: Urteil im Fall des ehemaligen Oppenheimer Bürgermeisters gesprochen

Tag der Entscheidung: Am Mainzer Landgericht ist am Montag das Urteil im Fall des ehemaligen Oppenheimer Bürgermeisters Marcus Held (SPD) gefallen. Der 44-Jährige wurde dabei zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Das berichtet der SWR.

Außerdem muss Held eine Geldbuße in Höhe von 10.000 Euro an den Verein KIKAM, der sich für die Versorgung schwerkranker Kinder auf der Intensivstation und der Kinder-Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz einsetzt, zahlen. Das Urteil ist für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Wie der SWR berichtet, sah es das Gericht als erwiesen an, dass sich Held bei Immobiliengeschäften in vier Fällen der Bestechlichkeit und in zwölf Fällen der Untreue schuldig gemacht hat. Während die Staatsanwaltschaft für eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten plädiert hatte, hielt Helds Anwältin ihren Mandanten für unschuldig. In ihrem laut SWR mehrstündigen Plädoyer hatte sie gesagt, Held habe immer im Wohle der Stadt Oppenheim gehandelt. Zudem wies sie den Vorwurf der Bestechlichkeit Helds zurück.

Der SPD-Politiker Held hatte einst für die Stadt Oppenheim Grundstücke für ein Baugebiet gekauft. Dazu habe er einen Steuerberater beauftragt, der als Makler auftrat, berichtet der SWR. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft soll Held dies getan haben, um an Spenden für seinen Bundestagswahlkampf zu gelangen. Der Makler habe demnach für den Auftrag mehr als 24.000 Euro an die Oppenheimer SPD gezahlt, an den Grundstücksvermittlungen aber über 200.000 Euro verdient.

Logo