Wissenschaftler des Instituts für Geowissenschaften der Universität Mainz haben bei einem Fußballspiel von Mainz 05 ein besonderes Experiment durchgeführt. Wie wie sie in einem Instagram-Post berichten, wollten die Forscher herausfinden, wie stark die seismischen Signale sind, die durch kollektive Bewegungen von Menschen wie Jubel oder Springen erzeugt werden.
Das Experiment fand beim Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Conference League des FSV Mainz 05 gegen Racing Straßburg (2:0 für den FSV) statt. Das Team der Arbeitsgruppe Vulkanseismologie um Jun.-Prof. Dr. Miriam Reiss platzierte dafür kompakte seismische Messgeräte, sogenannte „seismic nodes“, rund um das Stadion bis hin zum Universitätscampus. Mit diesen Geräten lassen sich sehr kleine Bodenbewegungen hochauflösend aufzeichnen.
Das Ergebnis war eindeutig: Die beiden Tore der Mainzer gegen Straßburg waren auf den Seismogrammen deutlich zu erkennen. Das Institut bedankte sich bei den Fußballfans für die Unterstützung: „Danke an alle Fans, die uns für unseren Gerätetest ein Stück ‘Erdbeben-Lärm’ geschenkt haben!“ Auch dem 1. FSV Mainz 05 dankten die Forscher für die gute Zusammenarbeit.